DOMISPORTS › Glossar
Sport-Glossar
Das DOMISPORTS-Glossar erklärt 60 Fachbegriffe aus Kitesurfen, Surfen, Bouldern, Kampfsport, Fitness und mehr.
1RM (One-Repetition Maximum) (Regel) Das maximale Gewicht, das du für genau eine saubere Wiederholung bewegen kannst. Bezugsgröße für fast jede Trainingsplanung. ATG (Kniebeugentiefe) (Bewegung) „Ass to Grass“ — die maximal tiefe Kniebeuge. In der Praxis zählt, ob die Hüfte unter Kniehöhe kommt, ohne dass das Becken kippt. Bar-Pressure (Equipment) Der Zugwiderstand, den du an der Bar spürst — die wichtigste Rückmeldung darüber, wo dein Kite gerade steht und wie viel Power er zieht. Beta (Slang) Die Lösung eines Boulders oder einer Route — welche Griffe, welche Reihenfolge, welche Körperposition. BMR & TDEE (Regel) BMR ist dein Grundumsatz in völliger Ruhe, TDEE der Gesamtverbrauch inklusive Alltag und Training. Ernährungsziele rechnen immer gegen den TDEE. Board-Volumen (Liter) (Equipment) Der Rauminhalt eines Boards in Litern — die aussagekräftigste Kennzahl beim Boardkauf, weil sie über Auftrieb und damit über Wellenanzahl entscheidet. Bottom Turn (Bewegung) Die erste Kurve am Wellenfuß nach dem Take-off. Sie legt fest, wie viel Tempo und welche Linie du für alles Weitere hast. Carving (Bewegung) Kurvenfahren auf der Kante ohne seitliches Rutschen — der Ski oder das Board schneidet eine saubere Spur in den Schnee. Catch (Einstechen) (Bewegung) Der Moment, in dem das Paddelblatt vorn ins Wasser eintaucht. Er entscheidet über den größten Teil des Vortriebs im Schlag. Chicken Loop (Equipment) Die Schlaufe am unteren Ende der Bar, die in den Trapezhaken eingehängt wird und den Kitezug auf die Hüfte überträgt. Clinch (Bewegung) Der enge Körperkontakt, in dem Schläge auf Distanz nicht mehr funktionieren. Im Boxen Verteidigungsmittel, im Muay Thai eine eigene Disziplin. Crux (Schlüsselstelle) (Slang) Die schwerste Stelle einer Route oder eines Boulders — sie bestimmt in der Regel die gesamte Bewertung. Deckung (Guard) (Bewegung) Die Grundhaltung der Hände zum Schutz von Kinn und Körper. Ihre Höhe und Breite entscheidet, welche Schläge überhaupt durchkommen. Deload (Cheatcode) Eine bewusst leichtere Woche, in der Umfang oder Intensität deutlich reduziert werden, damit die Anpassung nachkommt. Depower (Equipment) Das Reduzieren der Kite-Leistung durch Verkleinern des Anstellwinkels — die zentrale Sicherheitsfunktion moderner Kites. Downturn (Kletterschuh) (Equipment) Die nach unten gebogene Form aggressiver Kletterschuhe, die den Druck auf die Zehenspitze bündelt. Drafting (Windschatten) (Cheatcode) Dicht hinter einem anderen Athleten fahren, laufen oder schwimmen, um Luft- bzw. Wasserwiderstand zu sparen — auf dem Rad bis zu rund 30 % Energie. Drop-In (Regel) Im Surfen der Vorfahrtsverstoß, bei dem jemand in eine bereits gefahrene Welle einsteigt. Im Skateboarding dagegen das Einfahren in eine Rampe von der Coping. Duck Dive (Enttauchen) (Bewegung) Das Untertauchen des Boards, um unter einer brechenden Welle hindurchzukommen, statt von ihr zurückgeworfen zu werden. Durometer (Rollenhärte) (Equipment) Die Härte von Rollen auf der A-Skala, z. B. 84A. Höhere Zahl heißt härter, schneller und lauter; niedrigere weicher und griffiger. Dyno (Dynamischer Zug) (Bewegung) Ein dynamischer Sprung an der Wand, bei dem kurzzeitig alle vier Kontaktpunkte den Fels verlassen. Flash, Onsight & Rotpunkt (Regel) Die drei Begehungsstile: Onsight ohne jede Vorinformation im ersten Versuch, Flash im ersten Versuch mit Beta, Rotpunkt nach Übung. Fontainebleau-Skala (Fb) (Regel) Die in Europa gebräuchliche Schwierigkeitsskala fürs Bouldern: von 3 über 6A bis derzeit 9A, mit Zwischenstufen A, B und C. Fußaufsatz (Bewegung) Wie und wo der Fuß beim Laufen aufsetzt — Ferse, Mittelfuß oder Ballen. Entscheidender ist, wo er relativ zum Körper landet. Goofy & Regular (Slang) Die Fußstellung auf dem Board: Regular steht mit dem linken Fuß vorn, Goofy mit dem rechten. Keine Variante ist besser. Halse (Jibe) (Bewegung) Die Richtungsänderung, bei der das Heck durch den Wind geht. Gegenstück zur Wende, bei der der Bug durch den Wind dreht. Heel Hook (Bewegung) Klettertechnik, bei der die Ferse auf einem Tritt oder Griff eingehakt wird, um das Becken nah an die Wand zu ziehen. Heel-Brake (Fersenbremse) (Equipment) Der Bremsklotz am Fersenende eines Freizeit-Skates — die wirksamste und schonendste Bremse für Einsteiger. Hip Hinge (Hüftbeugemuster) (Bewegung) Das Beugen aus der Hüfte bei nahezu geradem Rücken und leicht gebeugten Knien — Grundmuster von Kreuzheben, Rudern und Kettlebell-Swing. Hypertrophie (Regel) Das Dickenwachstum von Muskelfasern als Reaktion auf Trainingsreize — der physiologische Vorgang hinter „Muskelaufbau“. Jab (Führhand) (Bewegung) Der gerade Schlag mit der vorderen Hand — der am häufigsten genutzte Schlag im Boxen und die Grundlage fast jeder Kombination. Kadenz (Schritt- / Trittfrequenz) (Bewegung) Anzahl der Schritte pro Minute beim Laufen oder Kurbelumdrehungen beim Radfahren. Beim Laufen liegen 170–180 Schritte/Minute für die meisten im günstigen Bereich. Kantenwechsel (Bewegung) Der Wechsel von der Fersen- auf die Zehenkante (oder umgekehrt) — der Moment, in dem beim Snowboarden fast alle Stürze passieren. Kite-Größe (Quadratmeter) (Equipment) Die Fläche des Kites in m². Sie wird nach Windstärke und Körpergewicht gewählt — zu groß ist gefährlicher als zu klein. Knie-Valgus (Bewegung) Das Einknicken der Knie nach innen bei Kniebeugen, Sprüngen und Landungen. Einer der wichtigsten Risikomarker in der Technikanalyse. Line-Up (Slang) Der Bereich hinter der Brandung, in dem die Surfer auf die Wellen warten — und zugleich der soziale Ort, an dem die Spot-Regeln gelten. Low-Kick (Bewegung) Der Tritt gegen den Oberschenkel des Gegners, ausgeführt mit dem Schienbein. Kernwaffe im Kickboxen und Muay Thai. Mondopoint (Equipment) Internationales Schuhgrößensystem (ISO 9407), das die Fußlänge direkt in Millimetern angibt — Standard bei Skischuhen und Skates. Muskelkater (DOMS) (Cheatcode) Der verzögerte Muskelschmerz 12–72 Stunden nach ungewohnter Belastung. Kein Gradmesser für Trainingsqualität. Pop-Up (Take-off) (Bewegung) Der Übergang vom Liegen in den Stand auf dem Brett — eine einzige flüssige Bewegung, während die Welle das Board schon trägt. Progressive Überlastung (Cheatcode) Das einzige Prinzip, ohne das kein Training langfristig wirkt: Der Reiz muss über die Zeit steigen, sonst hört die Anpassung auf. RIR (Reps in Reserve) (Regel) Die Anzahl sauberer Wiederholungen, die du am Satzende noch geschafft hättest. RIR 2 = zwei waren noch drin. RPE (Rate of Perceived Exertion) (Regel) Skala für die gefühlte Anstrengung. Im Kraftsport meist 1–10, wobei RPE 8 heißt: zwei Wiederholungen wären noch drin gewesen. Rumpfspannung (Core-Tension) (Bewegung) Die aktive Stabilisierung von Bauch, Rücken und Becken, über die Kraft zwischen Beinen und Armen überhaupt erst übertragen wird. Schwellenlauf (Tempolauf) (Bewegung) Ein zügiger Dauerlauf an der Grenze, an der der Körper gerade noch so viel Laktat abbaut wie er produziert — „komfortabel hart“. Slip (Abtauchen) (Bewegung) Ausweichen durch eine seitliche Kopfbewegung, sodass der gegnerische Schlag knapp vorbeigeht — ohne die Deckung zu öffnen. Smearing (Reibungstritt) (Bewegung) Das Antreten auf strukturlosem Fels allein über Reibung, ohne echten Tritt — die Sohle wird großflächig aufgesetzt. Split-Step (Bewegung) Ein kleiner beidbeiniger Hüpfer genau im Moment des gegnerischen Schlags — er macht dich in jede Richtung sofort reaktionsfähig. Standposition am Tragegriff (Cheatcode) Füße parallel und schulterbreit neben dem Tragegriff in der Board-Mitte — die schnellste Korrektur für wackelige Anfänger. Streamline-Position (Bewegung) Die maximal gestreckte Körperhaltung nach Start und Wende — Arme über Kopf, Hände übereinander, Kopf zwischen den Oberarmen. T-Griff (Equipment) Der T-förmige Griff am oberen Ende des SUP-Paddels. Die obere Hand gehört immer darauf — sonst paddelst du nur mit dem Arm. T-Stopp (Bewegung) Bremstechnik, bei der ein Skate quer hinter den anderen gesetzt und über die Rollen geschleift wird — die T-Form gibt ihr den Namen. Tappen (Abklopfen) (Regel) Das deutliche Abklopfen als Aufgabesignal bei Hebeln und Würgern — die wichtigste Sicherheitsregel im Grappling. Time under Tension (TUT) (Cheatcode) Die Zeit, die ein Muskel im Satz tatsächlich unter Spannung steht. Der einfachste Weg, einen Satz härter zu machen, ohne Gewicht draufzulegen. Übersetzen (Crossover) (Bewegung) Kurventechnik, bei der das äußere Bein über das innere gesetzt wird — so hältst du in der Kurve Tempo oder wirst sogar schneller. Vorfahrt (Priority) (Regel) Die wichtigste Regel im Wasser: Wer dem brechenden Teil der Welle am nächsten ist, hat Vorrang. Wasserlage (Bewegung) Wie flach und waagerecht du im Wasser liegst. Eine gute Wasserlage spart mehr Kraft als jede Verbesserung am Armzug. Wasserstart (Bewegung) Der Übergang vom Sitzen im Wasser ins Fahren: Der Kite zieht dich über einen gesteuerten Powerstroke aus dem Wasser aufs Board. Windfenster (Bewegung) Der dreidimensionale Bereich in Windrichtung vor dir, in dem sich der Kite bewegen kann. Wo er darin steht, entscheidet über die Zugkraft. Zone 2 (Grundlagenausdauer) (Cheatcode) Der lockere Ausdauerbereich, in dem du dich noch in ganzen Sätzen unterhalten kannst. Basis fast jedes Ausdauerplans.