Der harte, fast gestreckte Aufsatz des vorderen Beins beim Anlaufwurf. Er bremst dich abrupt ab und wandelt die Energie des Anlaufs in Rotation des Oberkörpers um.
Es klingt widersinnig, aber die schnellsten Bälle im Handball entstehen aus einer Bremsung. Der Standwurf mit Anlauf ist die schnellste Wurftechnik überhaupt — setzt man ihn als Maßstab, kommt der Standwurf ohne Anlauf auf 93 Prozent, der Sprungwurf auf 92, der Drehwurf auf 85. Der Unterschied steckt im Stemmschritt: Blockiert das vordere Bein hart und nahezu gestreckt, kann der lineare Schwung nicht weiterlaufen und wird in Becken- und Rumpfrotation umgeleitet. Der Arm ist nur das letzte Glied dieser Kette. Der typische Fehler ist ein Stemmbein, das nachgibt — jedes Einknicken ist Tempo, das im Boden versickert, und zwingt dich, den Rest aus dem Arm zu holen. Genau daran hängt die Schulter. Und Bremskraft ist auch Belastung: Übe den Stemmschritt ausgeruht, mit einem Knie, das über dem Fuß bleibt.