Steigfell

Der Streifen unter Ski oder Splitboard, dessen Haare beim Zurückrutschen greifen und beim Vorwärtsgleiten flach liegen. Mischungen aus Mohair und Nylon (oft 70:30) sind Standard.

Worauf es ankommt

Ein Steigfell funktioniert richtungsabhängig: Die Haare legen sich beim Vorwärtsgleiten flach und stellen sich auf, sobald der Ski zurückrutschen will. Reines Mohair gleitet am besten und nutzt sich am schnellsten ab, Nylon greift und hält länger — deshalb ist die Mischung, oft 70:30, der gängige Kompromiss. Der typische Anfängerfehler ist, dem Fell jede Steilheit zuzutrauen: Ab etwa 20 Grad Spurwinkel verliert es spürbar Grip, dann gehört eine Zickzack-Spur her statt roher Kraft. Ab rund 25 Grad wird reines Fellgehen ineffizient — dort kommen Harscheisen oder Bootpacking ins Spiel. Was oft untergeht: Der Leim ist temperaturempfindlich. Falte die Felle bei Kälte leimseitig zusammen und trag sie am Körper, sonst hast du am Umkehrpunkt zwei nutzlose Streifen.