Spiel über den Dritten

Kombination über drei Stationen: Der erste Pass geht auf einen zugestellten Zweiten, der lässt klatschen — und der Ball landet beim Dritten, der aus der Tiefe startet.

Worauf es ankommt

Gegen einen kompakten Gegner ist der direkte Weg nach vorn fast immer zugestellt. Das Spiel über den Dritten löst das, indem es Aufmerksamkeit bindet: Ballführer und Zweiter ziehen die Blicke der Abwehrkette auf sich, während der Dritte aus dem toten Winkel startet und erst gesehen wird, wenn der Ball schon unterwegs ist. Alles hängt am Timing. Startet der Dritte zu früh, läuft er ins Abseits oder verstopft den Raum selbst; startet er zu spät, ist die Lücke wieder zu. Der Lauf beginnt exakt in dem Moment, in dem der Zweite klatschen lässt — und das setzt voraus, dass du die Lücke vorher per Schulterblick gesehen hast, nicht erst suchst, wenn der Ball fliegt. Ein verbreiteter Irrtum ist, das sei reines Profi-Werkzeug gegen tiefe Blöcke. Gegen aggressives Pressing geht es sogar leichter, weil der Gegner die eigene Kette dabei selbst auseinanderzieht.