Die Uhrzeit, zu der du umdrehst — egal wie nah der Gipfel aussieht. Vor dem Start festgelegt, damit am Grat nicht dein Ego mitdiskutiert.
Der Trick ist, die Tour rückwärts zu planen: Wann musst du unten sein, wie viel Puffer brauchst du, wann drehst du also spätestens um? Diese Uhrzeit legst du zu Hause fest, wo du noch nüchtern denkst — nicht oben, wo der Gipfel zum Greifen nah aussieht und die Gruppe drängt. Der Grund dafür ist banal und tödlich zugleich: Wärmegewitter bilden sich meist im Lauf des Nachmittags, und der Abstieg ist ohnehin der Teil, in dem Kraft und Konzentration nachlassen. Wer zu spät umkehrt, macht den gefährlichsten Abschnitt müde, im schlechtesten Wetter und oft im Dämmerlicht. Sprich die Umkehrzeit in der Gruppe laut aus, bevor ihr losgeht. Und behalte im Kopf: Umdrehen ist keine Niederlage, sondern eine Entscheidung, die du beim nächsten Versuch wiederholen kannst.