Hold-down

Wenn eine gebrochene Welle dich unter Wasser hält, bis sie durch ist. Erwischt dich die nächste Welle des Sets, bevor du oben bist, spricht die Szene von einem Zwei- oder Drei-Wellen-Hold-Down.

Worauf es ankommt

Der Hold-down ist einer der Gründe, warum Big Wave kein Solo-Sport ist. Gefährlich macht ihn selten die einzelne Welle, sondern die Verkettung: Kommt der nächste Brecher des Sets, bevor du Luft bekommen hast, wird aus einer Atempause eine zweite. 2012 geriet der Profi Greg Long bei Cortes Bank in einen Drei-Wellen-Hold-Down und wurde bewusstlos aus dem Wasser gezogen; sein eigenes Fazit war, dass ihn sein Atem-Training vor Panik bewahrte, seine Grenze aber trotzdem überschritten wurde. Zwei Zahlen ordnen die Lage ein: Zwischen zwei Wellen eines Sets bleiben oft nur 7 bis 18 Sekunden für eine Rettung, und in Wasser unter 15 °C schrumpft eine sonst 60 bis 90 Sekunden lange Atempause durch den Kälteschock auf wenige Sekunden. Was oft untergeht: Atem-Training ersetzt kein Sicherheitsteam — und es wird nie allein trainiert.