Der Wechsel im Zweier-Team: Dein ruhender Partner greift deine Hand und schleudert dich mit Arm- und Körperschwung zurück ins Renntempo.
Madison geht bei den Männern über 50, bei den Frauen über 30 Kilometer — auf der 250-Meter-Bahn also rund 200 beziehungsweise 120 Runden. Immer nur einer des Zweier-Teams ist aktiv, der Partner rollt oben auf der Bahn mit, bis er wieder hineingeschleudert wird. Der Grund für den Aufwand ist der Windschatten: Der zweite Fahrer in der Reihe braucht laut Messungen nur noch rund 71 % der Leistung des Führenden, also lohnt sich häufiges, sauberes Wechseln. In der Teamverfolgung übernimmt die Bahn diese Arbeit — dort schwingt der Führende in die Steilkurve hoch und fällt hinten wieder ein. Beim Madison gibt es diese Physik nicht, und genau die ersetzt die Handschleuder. Typische Fehler: zu wenig Schwung, sodass der Partner gar nicht auf Renntempo kommt, und nach dem Wechsel hoch auf der Bahn bleiben, was andere Teams blockiert. Üb neue Wechsel erst bei reduziertem Tempo.