Der vorletzte Schritt im Speerwurf-Anlauf: flach und schnell nach vorn, Oberkörper bewusst in Rücklage. Er überträgt den Anlaufschwung in die Wurfposition.
Der Speerwurf-Anlauf läuft mit rund 20 km/h, also etwa im Tempo eines Freizeitjoggers — der Speer verlässt die Hand trotzdem mit 28 bis 30 Metern pro Sekunde, über 100 km/h. Der Großteil dieses Unterschieds entsteht nicht im Anlauf, sondern in den letzten beiden Schritten davor. Der Kreuzschritt ist der vierte Schritt des Fünf-Schritt-Rhythmus: flach und schnell nach vorn, während der Oberkörper bewusst zurückgelehnt bleibt. Genau da liegt der häufigste Fehler — wer sich dabei aufrichtet, verschenkt den Peitscheneffekt, bevor der Arm überhaupt startet. Film dich von der Seite und prüfe genau eine Sache: Hält die Rücklage bis zum Blockbein-Kontakt? Beim Aufsetzen nimmt das Blockbein das Sechs- bis Achtfache deines Körpergewichts auf und lenkt den horizontalen Schwung nach oben in den Wurf um. Dass sich der Rhythmus wochenlang wie Stolpern anfühlt, ist normal.