Windregel (2,0 m/s)

Über 2,0 m/s Rückenwind zählt ein Weitsprung zwar für den Wettkampf, aber nicht mehr für Rekordlisten. Gemessen wird 20 m vom Balken entfernt, 1,22 m hoch.

Worauf es ankommt

Die kleine Zahl neben der Weite auf der Anzeigetafel ist keine Deko. Über 2,0 Meter pro Sekunde Rückenwind bleibt ein Weitsprung für den Wettkampf gültig — du kannst damit gewinnen —, aber er kommt nie in eine Rekordliste. Der berühmteste Fall: Carl Lewis sprang 1991 8,91 Meter bei 3,0 m/s, und es wurde kein Weltrekord; Bob Beamons Sprung von 1968 lag exakt am Limit. Die Messung ist standardisiert: Das Gerät steht 20 Meter vom Absprungbalken entfernt, 1,22 Meter hoch, und misst über 5 Sekunden — beginnend, sobald du die Marke 40 Meter vor dem Balken passierst. Ein „+2,1\" ist deshalb keine Ermessensfrage, sondern ein Messwert. Der typische Denkfehler ist, einen windigen Wettkampf als wertlos abzuhaken. Platzierungen, Medaillen und Qualifikationen zählen ganz normal. Was sich ändert, ist nur die Vergleichbarkeit deiner Weite.