Die einzige Leash-Bauart fürs Wildwasser: Schnellauslöser am Hüft- oder Brustgurt, verbunden mit der Schwimmweste. Die Fuß-Leash vom Meer gehört an keinen Fluss.
Was dich auf dem See schützt, kann dich im Fluss festhalten: Verhakt sich eine Leine an Fels, Ast oder Wurzel, hält dich schon schwache Strömung unter Wasser — dein Board wird zum Anker statt zum Rettungsmittel. Die US-Datenbank für Wildwasserunfälle zählt in fünf Jahren sieben boardbezogene Todesfälle, vier davon mit Leash-Beteiligung. Der Fehler ist meist banal: die gewohnte Fuß-Leash mitbringen, weil es dasselbe Board ist. Richtig ist ein Hüft- oder Brustgurt-System mit Quick-Release, über die Befestigung der Schwimmweste verbunden, nicht direkt am Körper. Was oft untergeht: Auch ein Quick-Release ist unter echtem Zug schwerer zu lösen, als es klingt — üb es an Land und im Flachwasser, nicht zum ersten Mal im Ernstfall. Auf technischen, hindernisreichen Flüssen ist gar keine Leash oft sicherer. Und keine Leash ersetzt Selbstrettung oder einen Wildwasserkurs.