Das schmale Spezialbrett mit spitzer Nase für große Wellen, meist 2,30 bis 3 Meter lang. Gebaut fürs frühe Anpaddeln bei hohem Wellentempo, nicht fürs Manövrieren.
Auf einem Alltags-Shortboard kommst du an einem echten Big-Wave-Tag nicht in die Welle — nicht aus Mangel an Mut, sondern weil das Volumen nicht reicht, um bei diesem Wellentempo früh genug anzupaddeln. Genau dafür gibt es die Gun: lang, schmal, spitze Nase, das Volumen gleichmäßig über die Länge verteilt statt konzentriert unter der Brust, damit das Brett beim Paddeln geradeaus läuft statt zu kippeln. Der übliche Fehler ist der Sprung von null auf Gun. Die Zwischenstufe heißt Step-up und ist rund 7 bis 20 Zentimeter länger als dein normales Shortboard — sie deckt viele große Tage ab, lange bevor eine echte Gun sinnvoll wird. Was oft untergeht: Mehr Volumen heißt auch, dass der Duck-Dive nicht mehr funktioniert. Ab dieser Boardgröße brauchst du den Turtle-Roll, sonst kommst du gar nicht erst raus zum Line-up.