Trimm (Segel & Rigg)

Die Feineinstellung von Segeln und Rigg — Mastfall, Wantenspannung, Strecker, Baumniederholer. Konstanter Trimm bringt über eine Saison mehr als jedes spektakuläre Einzelmanöver.

Worauf es ankommt

Zwei identische Boote mit demselben Segler fühlen sich bei gleichem Wind unterschiedlich an, und der Unterschied liegt fast immer im Trimm, nicht im Talent. Die Stellschrauben: Der Mastfall verschiebt den Druckpunkt nach achtern und verändert den Ruderdruck. Die Wantenspannung entscheidet, wie stark der Mast biegen darf — mehr Spannung heißt ein steiferes Rigg bei viel Wind. Der Unterliekstrecker flacht das Segel im unteren Drittel ab, der Vorliekstrecker zieht Falten aus der Vorderkante, der Baumniederholer kontrolliert, wie weit sich das Segel oben aufdreht. Zwei Fehler stehen im Weg: Trimmtabellen blind übernehmen und alles gleichzeitig verstellen — dann weißt du nicht, was gewirkt hat. Eine Variable pro Testlauf, Wind und Einstellung notieren. Und rechne den Körper mit: Ein Rigg, das früher entlastet, ist auf dem Papier langsamer und über die Distanz schneller.