Tarierung (neutraler Auftrieb)

Der Zustand, in dem du im Wasser schwebst, ohne zu sinken oder zu steigen. Grob stellst du ihn über das Jacket ein, fein ausschließlich über dein Lungenvolumen.

Worauf es ankommt

Tarierung ist der größte Hebel auf deinen Luftverbrauch. Wer ständig auf und ab korrigiert, pumpt Luft ins Jacket, die er sonst hätte atmen können. Der Fehler steckt fast immer schon vor dem Abtauchen: zu viel Blei. Das musst du dauerhaft mit Jacket-Luft ausgleichen, dein Schwerpunkt rutscht zur Hüfte, und du hängst aufrecht im Wasser statt waagerecht. Stimmt die Bleimenge, übernimmt die Lunge die Feinarbeit: Ein etwas tieferer Atemzug hebt dich, ein längeres Ausatmen senkt dich — und das Wasser braucht ein, zwei Sekunden, bis es reagiert. Was viele überrascht: Am schwersten ist Tarieren nicht in dreißig Metern, sondern direkt unter der Oberfläche, weil sich das Luftvolumen dort prozentual am stärksten ändert. Übe es deshalb auf drei bis fünf Metern. Und steuere Auftrieb nie über angehaltene Luft — genau die dehnt sich beim Aufstieg aus.