Die Abwehr direkt an der Netzkante: ein bis drei Spieler springen mit gestreckten Armen darüber. Ein direkter Blockpunkt fällt aber nur bei rund 10 % der Angriffe.
Der Block ist die Aktion mit dem größten Missverständnis im Volleyball. Fast jeder misst ihn an Blockpunkten — dabei fällt ein direkter Punkt am Block nur bei rund 10 % der Angriffe. Der eigentliche Wert sind Blockberührungen: Sie bremsen den Ball und machen die Abwehr dahinter überhaupt erst möglich. Der typische Fehler ist zu frühes Springen. Wer abhebt, bevor die Zuspielrichtung klar ist, öffnet nur die eigene Hälfte. Deshalb ist der Read-Block der Standard: Position halten, das Zuspiel lesen, erst dann abspringen. Der Commit-Block — die frühe Festlegung auf den schnellen Angriff in der Mitte — ist ein bewusstes Risiko gegen bekannt schnelle Gegner, keine Dauerlösung. Was oft untergeht: Mittelblocker springen pro Satz 15- bis 23-mal allein für den Block. Wer sein Sprungvolumen nicht steuert, holt sich das Knieproblem statt des Blockpunkts.