Deckungsschatten

Der Raum direkt hinter einem Gegenspieler, in dem du für den Ballführer nicht anspielbar bist. Er wandert mit dem Gegner mit — frei stehen zählt dort gar nichts.

Worauf es ankommt

Du stehst frei, hebst die Hand, bekommst den Ball trotzdem nicht — fast immer steckst du im Deckungsschatten. Ein anlaufender Gegner deckt mit seinem Körper nicht nur sich selbst, sondern den kompletten Passweg dahinter. Die erste Frage beim Freilaufen ist deshalb nie „Bin ich frei?“, sondern „Sieht mich der Ballführer?“. Der typische Fehler ist statisches Stehen: Du wartest, dass der Ball kommt, statt dir den Passweg selbst zu öffnen. Zwei kleine, schnelle Schritte zur Seite reichen dafür meistens schon. Der Haken daran: Der Schatten gehört dem Verteidiger, nicht dem Spielfeld. Bewegt sich der Ball, dreht er sich mit, und deine eben noch gute Position ist wieder zu. Freilaufen ist deshalb kein einmaliger Sprint, sondern ständiges Nachjustieren in kleinen Schritten — und genau das trennt Spieler, die viele Bälle bekommen, von denen, die sich übersehen fühlen.