Auf das schon rollende Rad aufspringen, die Schuhe hängen bereits in den Pedalen. Sauber ausgeführt spart das 15–30 Sekunden — der fliegende Absteiger dagegen nur 2–3.
Auf einer knapp dreistündigen Olympischen Distanz sind 15 bis 30 Sekunden klein, aber real — und sie kosten kein Watt und kein Material, nur Übung. Genau da liegt der Haken: Der fliegende Aufsteiger ist die einzige Wechselzonen-Technik, die im misslungenen Fall mehr kostet, als sie je einbringt. Ein verpatzter Versuch im vollen Wechselbereich heißt Sturz oder Kollision, nicht ein paar Sekunden. Übe ihn deshalb dutzende Male langsam auf einem leeren Parkplatz, bevor er im Rennen vorkommt, und bau vorher die Grundroutine: feste Position für Helm und Schuhe, Verpflegung schon beim Radcheck-in montiert. Die spart mehr Zeit als jeder Kniff. Zwei Dinge, die untergehen: Der fliegende Absteiger ist mit 2 bis 3 Sekunden ein schlechtes Geschäft gegen das Sturzrisiko. Und manche Veranstalter ahnden ein Aufsteigen vor der Linie, egal wie gut es aussah — Athletenhandbuch lesen.