Even Pacing (gleichmäßiges Renntempo)

Die Leistung über das gesamte Streckenprofil konstant halten, statt am Berg zu drücken. In Ironman-WM-Daten war die kleine Herzfrequenz-Schwankung der stärkste Erfolgsmarker.

Worauf es ankommt

Renndaten der Ironman-Weltmeisterschaft zeigen: Athleten, die zwischen Anstieg und Abfahrt kaum Herzfrequenz-Schwankung zeigen, schneiden relativ zu ihrem Zeitplan deutlich besser ab — bis zu 6 bis 14 Prozent schneller in Abfahrten bei minimaler Pulsveränderung. Nicht die stärksten Beine gewinnen, sondern der ruhigste Verlauf. Der typische Fehler ist zweigeteilt: Anstiege mit Vollgas angreifen und die erste halbe Stunde nach dem Schwimmausstieg zu forsch fahren, weil der Puls noch hoch ist und das Tempogefühl trügt. Der Fix ist eine Obergrenze statt eines Ziels — eine Watt- oder Pulszahl, die du auf keinem Abschnitt überschreitest, auch nicht am Berg und nicht im Gegenwind. Was oft untergeht: Auf der Sprintdistanz kannst du dir Ungleichmäßigkeit leisten, das Rennen ist vorher vorbei. Je länger die Distanz, desto höher die Zinsen — und fällig werden sie im Lauf.