Einstichkasten

Der keilförmige, im Boden verankerte Kasten am Ende der Anlaufbahn, in den der Stab gestoßen wird. Rund drei Viertel der schweren Verletzungen im Stabhochsprung stehen mit ihm im Zusammenhang.

Worauf es ankommt

Im Kasten wird aus waagerechtem Tempo senkrechte Höhe — dort greifen Sprung- und Landephase ineinander, und dort konzentrieren sich die schweren Verletzungen. Der typische Fehler ist, den Einstich gleich mit vollem Anlauf lernen zu wollen. Die Progression läuft andersherum: erst der Drop-in, bei dem du den Stab aus dem Stand ohne Laufschritt in den Kasten senkst, dann ein Kurzanlauf über drei Lefts mit Griff auf Standhöhe plus 60 cm, ohne Latte — die kommt bewusst zuletzt. Anlauf und Griff wachsen nur mit Freigabe des Trainers, weil jede Steigerung Flugbahn und Landepunkt verschiebt. Ziel jeder Landung ist die Mattenmitte, flach auf dem Rücken, nie Richtung Kasten oder Rand. Was oft untergeht: Polster schützt weniger als Technik. In einer Beobachtungsstudie mit über 1.000 Athleten und mehr als 6.700 Sprüngen traten bei optimaler Landetechnik keine Verletzungen auf.