Skullen heißt zwei kurze Ruder, eins pro Hand, symmetrisch. Riemenrudern heißt ein langes Ruder mit beiden Händen und eine fest zugeteilte Bootsseite — asymmetrisch.
Der Grundunterschied im Rudersport, und er entscheidet fast alles danach. Skulls messen 280 bis 290 Zentimeter, du führst zwei davon; ein Riemen ist mit rund 378 Zentimetern deutlich länger und wird mit beiden Händen bewegt. Auch das Boot ist anders gebaut: Zwischen den Dollen liegen beim Skullen 156 bis 160 Zentimeter, beim Riemenrudern nur 80 bis 90. Ein verbreiteter Irrtum ist, Riemenrudern sei die schwerere Variante. Die Blattfläche zweier Skulls zusammen ist größer als die eines einzelnen Riemenblatts — Skuller bewältigen also sogar mehr Wasserdruck. Riemenrudern ist nicht härter, sondern asymmetrischer: Dein Rumpf dreht bei jedem Schlag zur Riemenseite, und die Seite ist fest zugeteilt, du wechselst nicht nach Gefühl. Die Grundsequenz Beine, Rumpf, Arme teilen beide; unterschiedlich sind Griff, Balance und die Belastung links gegen rechts.