Rip (Handriss)

Das Hallenwort für aufgerissene Handinnenflächen an Reck, Barren oder Ringen. Kein Ehrenabzeichen, sondern das Zusammenspiel aus Reibung, Schweiß und ungleichmäßiger Hornhaut.

Worauf es ankommt

„Ich hab mir einen Rip geholt\" hört man in jeder Halle, erklärt wird es nie — dabei ist es der häufigste Grund für eine tagelange Stangen-Pause. Häufigster Auslöser sind Kanten: Dicke, gewachsene Hornhaut hakt an der Stange und reißt die Haut darunter mit — zu weiche Handflächen reißen aber genauso, und Schweiß macht beides schlimmer. Regelmäßiges Glattfeilen ist deshalb die Prävention, nicht das Wachsenlassen. Magnesia trocknet die Hand und erhöht den Grip, aber nur dünn und gleichmäßig auf trockener Haut: als dicke Schicht verklebt es zu einem glatten Film und verschlechtert den Griff. Grips verteilen die Reibung zwischen Haut und Stange, beseitigen sie aber nicht — locker sitzende reiben sogar mehr. Ein frischer Rip wird gereinigt und abgedeckt, bevor du weitertrainierst — offene Handflächen an einer Stange, die alle anfassen, sind auch eine Hygienefrage.