Steilkurve (Banking)

Die überhöhte Kurve im Velodrom: 42–45 Grad auf der 250-Meter-Bahn, rund 32 Grad auf der 333-Meter-Bahn. Zu wenig Tempo ist dort das Risiko, nicht zu viel.

Worauf es ankommt

Die Physik ist simpel: Die Fliehkraft drückt dich bei Tempo nach außen, die Neigung der Bahn drückt dagegen. Bei ausreichendem Tempo addieren sich beide zu einer Kraft, die senkrecht auf die Bahnoberfläche wirkt — du liegst dann richtig darin. Sinkt das Tempo zu weit, kippt das Verhältnis und du rutschst Richtung Innenkante. Genau deshalb ist der größte Denkfehler bei der ersten Kurvenfahrt, langsam und vorsichtig sein zu wollen. Halt dich an die Zielgeschwindigkeit deines Trainers, auch wenn schneller gegen jeden Instinkt geht. Lies die Linien: Schwarz definiert die offizielle Streckenlänge, Rot rund 90 cm über der Innenkante die Sprinterlinie, Blau trennt die Steilkurve von der flachen Innenzone. Was oft untergeht: Velodrome werden bewusst 10 bis 15 Grad flacher gebaut, als die reine Renn-Physik verlangen würde — sonst wäre die Bahn nur bei einem Tempo fahrbar.