Der explosive Angriffsschritt: Erst streckt der Waffenarm, dann drückt das hintere Bein. Elite-Fechter kommen dabei auf rund 1,17 m, Anfänger auf etwa 1,02 m.
Der Ausfall ist die Aktion, mit der im Fechten getroffen wird — und der Abstand zwischen Anfänger und Elite ist hier tatsächlich gemessen. In einer Kinematik-Untersuchung kamen Elite-Fechter auf 1,17 ± 0,17 m Ausfalllänge, Novizen auf 1,02 ± 0,10 m; die Elite streckte das vordere Knie in der Endphase deutlich aktiver (51 ± 9° gegenüber 18 ± 8°). Reichweite kommt also aus der späten Streckung, nicht aus roher Kraft. Der klassische Fehler ist die Reihenfolge: erst springen, dann stechen. Richtig läuft es von innen nach außen — der Waffenarm streckt, dann explodiert das hintere Bein; bei Anfängern setzt der vordere Deltamuskel gut 50 Millisekunden zu spät ein. Und ein Punkt, der oft untergeht: Der Ausfall endet nicht im Treffer, sondern in der Rückkehr. Halte das vordere Knie über dem Sprunggelenk und geh sofort wieder in die Stellung.