Der 180-Grad-Richtungswechsel auf der Stelle im Aufstieg. Nötig wird er ab rund 30 Grad Hangneigung, wo eine gerade Spur schlicht zu steil zum Gehen wird.
Die Spitzkehre ist die technische Schlüsselstelle im Aufstieg: ein fast vollständiger Richtungswechsel auf zwei langen, glatten Brettern, oft an einem Hang, an dem Ausrutschen unangenehme Folgen hat. Der klassische Fehler ist die Reihenfolge — der Bergski geht hoch, bevor das Gewicht wirklich auf dem Talski steht, und schon rutscht man weg. Richtig ist: erst komplett umbelasten, dann den Bergski wie einen Scheibenwischer um 180 Grad herumführen, absetzen, Gewicht verlagern, zweiter Ski nach. Der Bergstock steht dabei direkt unterhalb der Bindung und gibt dir das Widerlager. Was oft untergeht: Spitzkehren stehen meist genau dort, wo der Hang schon steil genug für Lawinen ist. Üb sie deshalb erst in flachem, sicherem Gelände — die Beurteilung des Hangs selbst lernst du im Kurs, nicht im Glossar.