Kunststoffbügel, der die Vorderkante des Segelprofils fest an den Mast presst und die Form druckunabhängig hält. Rennsegel fahren meist vier davon, bei etwa 5 bis 9,5 Quadratmetern.
Der Unterschied ist kein Marketing: Ein No-Cam-Segel klappt sein Profil je nach Winddruck um, ein Camber-Segel behält es. Beim entspannten Freeride ist dieses Umklappen egal, im Rennen in Böen ab 30 Knoten kostet ein flatterndes Profil bares Tempo. Der häufigste Fehler ist, ein Camber-Segel wie ein No-Cam-Segel zu riggen: Jeder Bügel will einzeln und hörbar über den Mast einrasten, und mit Gewalt drücken beschädigt Bügel wie Tuch. Plan die doppelte Riggzeit ein. Fehler zwei: zu weich trimmen, weil es sich beim Aufholen angenehmer anfühlt — Rennsegel brauchen ein strafferes Unterliek, sonst wird das Profil bei Topspeed zu tief und bremst. Was oft untergeht: Camber sind mechanisch anfälliger als ein reines Batten-System. Salz und Sand nach jeder Session aus den Camber-Kappen spülen, sonst hakt dir das System mitten in der Halse.