Ujjayi (Ozean-Atem)

Atem durch die Nase bei leicht verengter Stimmritze. Er rauscht hörbar wie sanftes Meeresrauschen und gibt dir im Flow den Takt vor – ein Atemzug, eine Bewegung.

Worauf es ankommt

Der schnellste Weg zum Klang: Mund auf, ausatmen, als würdest du einen Spiegel beschlagen. Dieses lange „Haaa\" kommt aus einer leicht verengten Kehle – genau dieses Gefühl behältst du und schließt dabei den Mund. Jetzt rauscht der Atem durch die Nase. Zwei Fehler passieren fast immer: zu fest drücken, bis es im Hals kratzt, und nur beim Ausatmen rauschen. Ujjayi soll lang sein, nicht laut, und in beide Richtungen gleich klingen; vier bis fünf Sekunden pro Richtung sind ein guter Startwert. Der eigentliche Nutzen ist nicht Entspannung, sondern Ehrlichkeit: Bricht das Rauschen ab, warst du schneller als deine Kontrolle. Wird dir schwindelig, atmest du zu forciert – dann zurück zum normalen Atem.