Stockeinsatz im Abstieg

Stöcke vor dem Abstieg länger stellen und aktiv vor dem Körper aufsetzen: Das senkt die Spitzenbelastung im Knie um 12–25 % — der billigste Kniefix, den es am Berg gibt.

Worauf es ankommt

Die meisten stellen ihre Stöcke einmal morgens ein und rühren sie den ganzen Tag nicht mehr an. Dabei liegt der ganze Nutzen im Umstellen: bergauf kürzer, bergab länger. Setzt du die verlängerten Stöcke im Abstieg aktiv vor dem Körper auf, nehmen die Arme einen Teil der Last ab, die sonst komplett ins Knie geht — 12 bis 25 Prozent weniger Spitzenbelastung, und das spürst du spätestens an Tag zwei einer Mehrtagestour. Zwei Fallen: Erstens stützt du dich nicht weit seitlich vom Körper ab und benutzt die Stöcke nicht als Bremsanker — sie sind zusätzliche Balancepunkte, keine Handbremse. Zweitens gehören sie an Kletterstellen und sehr schmalen Graten weg, weil du dort beide Hände brauchst; wähl deshalb ein Modell, das sich schnell einklappen lässt.