Abseits

Du stehst im Abseits, wenn du im Moment des Abspiels in der gegnerischen Hälfte näher an der Torlinie bist als der Ball und der vorletzte Gegner. Gepfiffen wird erst, wenn du eingreifst.

Worauf es ankommt

Keine Regel sorgt sonntags für mehr Geschrei — meist, weil zwei Dinge verwechselt werden: die Stellung und das Vergehen. Entscheidend ist einzig der Moment, in dem dein Mitspieler den Ball spielt, nicht der, in dem du ihn bekommst. Wer beim Abspiel noch auf gleicher Höhe ist und erst dann losläuft, steht sauber — auch wenn er den Ball weit hinter der Kette annimmt. In der eigenen Hälfte stehst du ohnehin nie im Abseits. Und Abseitsstellung allein ist keine Strafe: Der Pfiff kommt erst, wenn du aktiv eingreifst, also den Ball spielst, einen Gegner behinderst oder Vorteil daraus ziehst. Der typische Amateurfehler ist der zu frühe Start aus dem Stand. Nimm den Lauf stattdessen aus der Tiefe und im Bogen auf: Tempo ja, aber aus regelkonformer Position. Kurios für Umsteiger: In Futsal und Beachsoccer gibt es kein Abseits — dort darf ein Angreifer dauerhaft vorne bleiben.