Spine (Pfeilsteifigkeit)

Der Steifigkeitswert eines Pfeilschafts — kleinere Zahl heißt steifer. Passen muss er zu deinem Zuggewicht und deiner Auszugslänge, nicht zum Bogenmodell.

Worauf es ankommt

Ein Pfeil fliegt nicht starr los, er biegt sich: Beim Lösen beschleunigt das Nockende schneller als die Spitze, der Schaft schlängelt sich um den Riser herum. Passt die Steifigkeit nicht dazu, kann kein Visier der Welt das dauerhaft ausgleichen. Wichtig ist die Unterscheidung, die auf keiner Schaftbedruckung steht: Der aufgedruckte statische Spine ist ein Laborwert, der dynamische ergibt sich erst aus deinem Zuggewicht, deiner Pfeillänge und deinem Spitzengewicht — zwei Schützen mit identischen Pfeilen erleben unterschiedliche Steifigkeit. Herstellercharts setzen Einsteiger deshalb eher bei weicheren, höheren Spinewerten an. Und ein Sicherheitspunkt, der zu selten fällt: Ein Schaft, der für dein Zuggewicht deutlich zu weich ist, kann beim Lösen überlastet werden und am Riser brechen — auch nicht „nur zum Testen“.