Auf dem Fußballen aufkommen, Knie und Hüfte gestuft mitfedern — und das Geräusch als Messgerät nutzen: Lauter wird nur, wer härter landet.
Die Landung ist der Hebel mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Wirkung: Über die Hälfte aller Parkour-Verletzungen trifft die Gliedmaßen, und die häufigste Ursache ist Landung oder Anprall — Knöchelverstauchungen führen die Statistik mit rund 2,3 Fällen pro 1000 Trainingsstunden an. Technisch heißt das: Fußballen zuerst, dann arbeiten Knie, Hüfte und Rumpf der Reihe nach mit, Oberkörper bleibt aufrecht. Gemessen aus 0,75 Metern senkt das die Spitzenkraft um rund 38 Prozent und die Belastungsrate um über 50 Prozent gegenüber einer Landung mit Fersenkontakt. Der Fehler, den Anfänger machen: „weich\" landen, indem sie einknicken. Die Gelenke sollen aktiv arbeiten, nicht nachgeben. Das Ohr ist ein ehrliches Messgerät — werden deine Landungen leiser, wirst du besser; werden sie lauter, nimm Höhe raus. Irgendwann endet die Lautlosigkeit, dann übernimmt die Rolle.