Weitsprung — Glossar

Alle Weitsprung-Fachbegriffe verständlich erklärt: Technik, Equipment, Regeln und Slang – mit Tipps zur Fehlervermeidung.

Bodenkraft & Horizontalkraft (Bewegung)
Tempo entsteht durch Kraft in den Boden, nicht durch schnellere Beine: Spitzenläufer drücken mit über dem 2,5-Fachen ihres Körpergewichts nach unten-hinten.
Einstichkasten (Equipment)
Der keilförmige, im Boden verankerte Kasten am Ende der Anlaufbahn, in den der Stab gestoßen wird. Rund drei Viertel der schweren Verletzungen im Stabhochsprung stehen mit ihm im Zusammenhang.
Fosbury-Flop (Bewegung)
Die heutige Hochsprungtechnik: rücklings über die Latte, wobei die Körpermitte darunter hindurchgleiten kann. Dick Fosbury sprang sie 1968 zu Olympiagold.
Fußaufsatz (Bewegung)
Wie und wo der Fuß beim Laufen aufsetzt — Ferse, Mittelfuß oder Ballen. Entscheidender ist, wo er relativ zum Körper landet.
Griffhöhe (Cheatcode)
Wie hoch du am Stab greifst — die Stellschraube, die dem Anlauftempo folgt, nie umgekehrt. Rund 7,6 cm mehr Griffhöhe fühlen sich an wie ein 2,3 kg weicherer Stab.
Kreuzschritt (Impulsschritt) (Bewegung)
Der vorletzte Schritt im Speerwurf-Anlauf: flach und schnell nach vorn, Oberkörper bewusst in Rücklage. Er überträgt den Anlaufschwung in die Wurfposition.
Lauf-ABC (A-Skip & B-Skip) (Cheatcode)
Die Koordinationsübungen vor der Einheit. Von allen Varianten sagt der B-Skip die Sprintleistung am deutlichsten voraus — der A-Skip nur schwach.
Power-Position (Slang)
Das Wort, das im Wurfkreis ständig fällt: die breite, tiefe Position kurz vor dem Stoß, in der die Energie aus Gleiten oder Drehen gespeichert ist.
Windregel (2,0 m/s) (Regel)
Über 2,0 m/s Rückenwind zählt ein Weitsprung zwar für den Wettkampf, aber nicht mehr für Rekordlisten. Gemessen wird 20 m vom Balken entfernt, 1,22 m hoch.

Allgemein

Begriffe aus der Trainingslehre, die in jeder Sportart gelten.

1RM (One-Repetition Maximum) (Regel)
Das maximale Gewicht, das du für genau eine saubere Wiederholung bewegen kannst. Bezugsgröße für fast jede Trainingsplanung.
BMR & TDEE (Regel)
BMR ist dein Grundumsatz in völliger Ruhe, TDEE der Gesamtverbrauch inklusive Alltag und Training. Ernährungsziele rechnen immer gegen den TDEE.
Deload (Cheatcode)
Eine bewusst leichtere Woche, in der Umfang oder Intensität deutlich reduziert werden, damit die Anpassung nachkommt.
Kadenz (Schritt- / Trittfrequenz) (Bewegung)
Anzahl der Schritte pro Minute beim Laufen oder Kurbelumdrehungen beim Radfahren. Beim Laufen liegen 170–180 Schritte/Minute für die meisten im günstigen Bereich.
Knie-Valgus (Bewegung)
Das Einknicken der Knie nach innen bei Kniebeugen, Sprüngen und Landungen. Einer der wichtigsten Risikomarker in der Technikanalyse.
Muskelkater (DOMS) (Cheatcode)
Der verzögerte Muskelschmerz 12–72 Stunden nach ungewohnter Belastung. Kein Gradmesser für Trainingsqualität.
Progressive Überlastung (Cheatcode)
Das einzige Prinzip, ohne das kein Training langfristig wirkt: Der Reiz muss über die Zeit steigen, sonst hört die Anpassung auf.
RIR (Reps in Reserve) (Regel)
Die Anzahl sauberer Wiederholungen, die du am Satzende noch geschafft hättest. RIR 2 = zwei waren noch drin.
RPE (Rate of Perceived Exertion) (Regel)
Skala für die gefühlte Anstrengung. Im Kraftsport meist 1–10, wobei RPE 8 heißt: zwei Wiederholungen wären noch drin gewesen.
Rumpfspannung (Core-Tension) (Bewegung)
Die aktive Stabilisierung von Bauch, Rücken und Becken, über die Kraft zwischen Beinen und Armen überhaupt erst übertragen wird.
Zone 2 (Grundlagenausdauer) (Cheatcode)
Der lockere Ausdauerbereich, in dem du dich noch in ganzen Sätzen unterhalten kannst. Basis fast jedes Ausdauerplans.