Küstenrudern — Glossar

Alle Küstenrudern-Fachbegriffe verständlich erklärt: Technik, Equipment, Regeln und Slang – mit Tipps zur Fehlervermeidung.

Auslage (Catch) (Bewegung)
Die vorderste Position im Schlag: Schienbeine senkrecht, Arme lang, Rumpf vorgekippt, Blatt taucht ein. Die kraftvollste und zugleich empfindlichste Stelle des Bewegungsablaufs.
Catch (Einstechen) (Bewegung)
Der Moment, in dem das Paddelblatt vorn ins Wasser eintaucht. Er entscheidet über den größten Teil des Vortriebs im Schlag.
Damper (Ergometer) (Cheatcode)
Der Hebel am Schwungrad des Ruderergometers, meist 1 bis 10. Er reguliert nur die Luftzufuhr — wie eine Gangschaltung, nicht wie ein Gaspedal. Für den Einstieg: Stufe 3–5.
Federn (Feathering) (Bewegung)
Die 90-Grad-Drehung des Blatts um die eigene Längsachse, damit es zwischen den Schlägen flach über das Wasser läuft statt hochkant. Reihenfolge: Ausheben, Federn, Hände weg.
Hip Hinge (Hüftbeugemuster) (Bewegung)
Das Beugen aus der Hüfte bei nahezu geradem Rücken und leicht gebeugten Knien — Grundmuster von Kreuzheben, Rudern und Kettlebell-Swing.
Schlagzahl (SPM) (Regel)
Ruderschläge pro Minute. Einstieg und Techniktraining liegen bei 18–22, Fortgeschrittene bei 24–28; im Crew-Boot liegt das Renntempo über 2000 m bei 34–38.
Scooping (Slang)
Vereins-Slang für den Vorroll-Fehler, bei dem sich die Knie beugen, bevor die Hände an ihnen vorbei sind — Hände und Knie kollidieren, die Bewegung verliert ihre gerade Linie.
Skull vs. Riemen (Equipment)
Skullen heißt zwei kurze Ruder, eins pro Hand, symmetrisch. Riemenrudern heißt ein langes Ruder mit beiden Händen und eine fest zugeteilte Bootsseite — asymmetrisch.
Vorrollen & Ratio 1:2 (Bewegung)
Die Rückführung in die Auslage, in exakt umgekehrter Reihenfolge: Arme, Rumpf, Beine. Sie dauert rund doppelt so lang wie der Durchzug — das ist das Ratio 1:2.

Allgemein

Begriffe aus der Trainingslehre, die in jeder Sportart gelten.

1RM (One-Repetition Maximum) (Regel)
Das maximale Gewicht, das du für genau eine saubere Wiederholung bewegen kannst. Bezugsgröße für fast jede Trainingsplanung.
BMR & TDEE (Regel)
BMR ist dein Grundumsatz in völliger Ruhe, TDEE der Gesamtverbrauch inklusive Alltag und Training. Ernährungsziele rechnen immer gegen den TDEE.
Deload (Cheatcode)
Eine bewusst leichtere Woche, in der Umfang oder Intensität deutlich reduziert werden, damit die Anpassung nachkommt.
Kadenz (Schritt- / Trittfrequenz) (Bewegung)
Anzahl der Schritte pro Minute beim Laufen oder Kurbelumdrehungen beim Radfahren. Beim Laufen liegen 170–180 Schritte/Minute für die meisten im günstigen Bereich.
Knie-Valgus (Bewegung)
Das Einknicken der Knie nach innen bei Kniebeugen, Sprüngen und Landungen. Einer der wichtigsten Risikomarker in der Technikanalyse.
Muskelkater (DOMS) (Cheatcode)
Der verzögerte Muskelschmerz 12–72 Stunden nach ungewohnter Belastung. Kein Gradmesser für Trainingsqualität.
Progressive Überlastung (Cheatcode)
Das einzige Prinzip, ohne das kein Training langfristig wirkt: Der Reiz muss über die Zeit steigen, sonst hört die Anpassung auf.
RIR (Reps in Reserve) (Regel)
Die Anzahl sauberer Wiederholungen, die du am Satzende noch geschafft hättest. RIR 2 = zwei waren noch drin.
RPE (Rate of Perceived Exertion) (Regel)
Skala für die gefühlte Anstrengung. Im Kraftsport meist 1–10, wobei RPE 8 heißt: zwei Wiederholungen wären noch drin gewesen.
Rumpfspannung (Core-Tension) (Bewegung)
Die aktive Stabilisierung von Bauch, Rücken und Becken, über die Kraft zwischen Beinen und Armen überhaupt erst übertragen wird.
Zone 2 (Grundlagenausdauer) (Cheatcode)
Der lockere Ausdauerbereich, in dem du dich noch in ganzen Sätzen unterhalten kannst. Basis fast jedes Ausdauerplans.