Hallenvolleyball — Glossar

Alle Hallenvolleyball-Fachbegriffe verständlich erklärt: Technik, Equipment, Regeln und Slang – mit Tipps zur Fehlervermeidung.

Block am Netz (Bewegung)
Die Abwehr direkt an der Netzkante: ein bis drei Spieler springen mit gestreckten Armen darüber. Ein direkter Blockpunkt fällt aber nur bei rund 10 % der Angriffe.
Doppelarm-Schwung (Cheatcode)
Beide Arme beim Absprung nach hinten-oben reißen statt nur einen mitzunehmen. Bei jungen Volleyballerinnen hob der Armschwung die Sprunghöhe um rund 15–19 %.
Drei-Schritt-Anlauf (Bewegung)
Der gängige Anlauf zum Angriffsschlag: bei Rechtshändern links-rechts-links, mit steigendem Tempo bis zum explosiven letzten Schritt. Die Höhe entsteht im Anlauf, nicht erst im Absprung.
Poke (Cobra) (Bewegung)
Der Angriff mit steifen Fingern oder Knöcheln im Sand. Es gibt ihn nur, weil das FIVB-Beachregelwerk den weichen Lob mit offenen Fingerkuppen verbietet.
Side-out (Regel)
Der gewonnene Ballwechsel bei gegnerischem Aufschlag: Ihr holt euch das Aufschlagrecht zurück — in der Halle rotiert dabei das ganze Team eine Position weiter.
Skyball (Slang)
Der extrem hoch geschlagene Aufschlag im Sand, der fast senkrecht wieder herunterkommt — damit die Annahme in Sonne und Wind hinaufschauen muss.
Split-Step (Bewegung)
Ein kleiner beidbeiniger Hüpfer genau im Moment des gegnerischen Schlags — er macht dich in jede Richtung sofort reaktionsfähig.
Stemmschritt (Bewegung)
Der letzte, lange Schritt im Angriffsanlauf: Er bremst dich ab und lenkt das Tempo nach oben um. Ohne ihn springst du aus dem Stand statt aus dem Anlauf.

Allgemein

Begriffe aus der Trainingslehre, die in jeder Sportart gelten.

1RM (One-Repetition Maximum) (Regel)
Das maximale Gewicht, das du für genau eine saubere Wiederholung bewegen kannst. Bezugsgröße für fast jede Trainingsplanung.
BMR & TDEE (Regel)
BMR ist dein Grundumsatz in völliger Ruhe, TDEE der Gesamtverbrauch inklusive Alltag und Training. Ernährungsziele rechnen immer gegen den TDEE.
Deload (Cheatcode)
Eine bewusst leichtere Woche, in der Umfang oder Intensität deutlich reduziert werden, damit die Anpassung nachkommt.
Kadenz (Schritt- / Trittfrequenz) (Bewegung)
Anzahl der Schritte pro Minute beim Laufen oder Kurbelumdrehungen beim Radfahren. Beim Laufen liegen 170–180 Schritte/Minute für die meisten im günstigen Bereich.
Knie-Valgus (Bewegung)
Das Einknicken der Knie nach innen bei Kniebeugen, Sprüngen und Landungen. Einer der wichtigsten Risikomarker in der Technikanalyse.
Muskelkater (DOMS) (Cheatcode)
Der verzögerte Muskelschmerz 12–72 Stunden nach ungewohnter Belastung. Kein Gradmesser für Trainingsqualität.
Progressive Überlastung (Cheatcode)
Das einzige Prinzip, ohne das kein Training langfristig wirkt: Der Reiz muss über die Zeit steigen, sonst hört die Anpassung auf.
RIR (Reps in Reserve) (Regel)
Die Anzahl sauberer Wiederholungen, die du am Satzende noch geschafft hättest. RIR 2 = zwei waren noch drin.
RPE (Rate of Perceived Exertion) (Regel)
Skala für die gefühlte Anstrengung. Im Kraftsport meist 1–10, wobei RPE 8 heißt: zwei Wiederholungen wären noch drin gewesen.
Rumpfspannung (Core-Tension) (Bewegung)
Die aktive Stabilisierung von Bauch, Rücken und Becken, über die Kraft zwischen Beinen und Armen überhaupt erst übertragen wird.
Zone 2 (Grundlagenausdauer) (Cheatcode)
Der lockere Ausdauerbereich, in dem du dich noch in ganzen Sätzen unterhalten kannst. Basis fast jedes Ausdauerplans.