Standardtanz — Glossar

Alle Standardtanz-Fachbegriffe verständlich erklärt: Technik, Equipment, Regeln und Slang – mit Tipps zur Fehlervermeidung.

Cuban Motion (Bewegung)
Die kreisende Hüftbewegung im Latein. Sie entsteht nicht durch aktives Hüftschwenken, sondern durch abwechselndes Beugen und Strecken der Knie – die Hüfte folgt nur.
Cypher (Slang)
Der Kreis, der sich bildet, wenn Breaker zusammenkommen: Einer geht in die Mitte, tanzt seine Runde, tritt zurück. Übungsraum, Bühne und Battle in einem.
Hoofer (Slang)
Szenewort für Stepptänzer der Rhythm-Tap-Tradition: bodennahe Fußarbeit, Klang vor Optik, Improvisation als Grundprinzip. Eng verbunden mit dem Hoofers' Club in Harlem.
Isolation (Bewegung)
Ein Körperteil bewegt sich, der Rest bleibt bewusst still – Kopf zur Seite, ohne dass die Schultern mitgehen. Aus dieser Trennung entstehen die scharfen Hits.
Rise & Fall (Heben und Senken) (Bewegung)
Das kontrollierte Heben und Senken des Körpers über Fußgelenk, Knie und Ballen. Vier der fünf Standardtänze leben davon — nur der Tango bleibt bewusst flach.
Shuffle (Bewegung)
Der Grundbaustein des Stepptanzes: Brush nach vorn plus Brush zurück aus einer Bewegung — zwei hörbar getrennte Töne, ohne Gewicht auf dem Fuß. Brush plus Step mit vollem Gewicht wäre ein Flap.
Spitzenschuh (Equipment)
Der verstärkte Ballettschuh aus versteifter Toe-Box und stützendem Schaft. Er wird angepasst, nicht einfach gekauft – und kommt erst nach bestandener Reifeprüfung.
Spotting (Cheatcode)
Der Kopf bleibt auf einem Punkt in Augenhöhe, während der Körper sich schon dreht, und schnappt dann blitzschnell nach. Bremst den Schwindel und zentriert die Drehung.
Topline (obere Linie im Frame) (Bewegung)
Die obere Linie aus Kopf, Nacken und Schultern über dem Frame. Ihre Spannung kommt aus dem oberen Rücken, nie aus den Händen — sie ist der Kanal, durch den jede Führung läuft.
Turnout (Auswärtsdrehung) (Bewegung)
Die Auswärtsdrehung der Beine. Sie kommt im Schnitt zu rund 60 Prozent aus der Hüft-Außenrotation, nur 20 bis 30 Prozent steuert das Sprunggelenk bei.

Allgemein

Begriffe aus der Trainingslehre, die in jeder Sportart gelten.

1RM (One-Repetition Maximum) (Regel)
Das maximale Gewicht, das du für genau eine saubere Wiederholung bewegen kannst. Bezugsgröße für fast jede Trainingsplanung.
BMR & TDEE (Regel)
BMR ist dein Grundumsatz in völliger Ruhe, TDEE der Gesamtverbrauch inklusive Alltag und Training. Ernährungsziele rechnen immer gegen den TDEE.
Deload (Cheatcode)
Eine bewusst leichtere Woche, in der Umfang oder Intensität deutlich reduziert werden, damit die Anpassung nachkommt.
Kadenz (Schritt- / Trittfrequenz) (Bewegung)
Anzahl der Schritte pro Minute beim Laufen oder Kurbelumdrehungen beim Radfahren. Beim Laufen liegen 170–180 Schritte/Minute für die meisten im günstigen Bereich.
Knie-Valgus (Bewegung)
Das Einknicken der Knie nach innen bei Kniebeugen, Sprüngen und Landungen. Einer der wichtigsten Risikomarker in der Technikanalyse.
Muskelkater (DOMS) (Cheatcode)
Der verzögerte Muskelschmerz 12–72 Stunden nach ungewohnter Belastung. Kein Gradmesser für Trainingsqualität.
Progressive Überlastung (Cheatcode)
Das einzige Prinzip, ohne das kein Training langfristig wirkt: Der Reiz muss über die Zeit steigen, sonst hört die Anpassung auf.
RIR (Reps in Reserve) (Regel)
Die Anzahl sauberer Wiederholungen, die du am Satzende noch geschafft hättest. RIR 2 = zwei waren noch drin.
RPE (Rate of Perceived Exertion) (Regel)
Skala für die gefühlte Anstrengung. Im Kraftsport meist 1–10, wobei RPE 8 heißt: zwei Wiederholungen wären noch drin gewesen.
Rumpfspannung (Core-Tension) (Bewegung)
Die aktive Stabilisierung von Bauch, Rücken und Becken, über die Kraft zwischen Beinen und Armen überhaupt erst übertragen wird.
Zone 2 (Grundlagenausdauer) (Cheatcode)
Der lockere Ausdauerbereich, in dem du dich noch in ganzen Sätzen unterhalten kannst. Basis fast jedes Ausdauerplans.