Technisches Tauchen — Glossar

Alle Technisches Tauchen-Fachbegriffe verständlich erklärt: Technik, Equipment, Regeln und Slang – mit Tipps zur Fehlervermeidung.

Drittel-Regel (Rule of Thirds) (Regel)
Gasplanung ohne freien Weg nach oben: ein Drittel für den Hinweg, ein Drittel für den Rückweg, ein Drittel Reserve. Der Umkehrdruck steht vor dem Einstieg fest.
Frenzel-Manöver (Bewegung)
Druckausgleich über die Zungenbasis statt über die Lunge: Du schiebst die kleine Luftmenge im Mundraum Richtung Mittelohr. Trägt zuverlässig bis 25–30 Meter, mit Training darüber hinaus.
Führungsleine (Guideline) (Equipment)
Die durchgehende Leine vom Höhleneingang bis zur Umkehrstelle — dein Rückweg, wenn die Sicht weg ist. Richtungspfeile zeigen immer zum nächstgelegenen Ausgang.
Nullzeit (Regel)
Die Zeit, die du in einer Tiefe bleiben kannst, ohne dass zwingende Dekompressionsstopps fällig werden. Dein Tauchcomputer rechnet sie laufend neu.
Sicherheitsstopp (Regel)
Der Standard-Halt am Ende eines Tauchgangs: rund 5 Meter Tiefe, typischerweise 3 bis 5 Minuten — auch dann, wenn du die Nullzeit nie ausgereizt hast.
Silt-out (Slang)
Wenn feines Sediment aufwirbelt und die Sicht binnen Sekunden auf null geht. Ausgelöst wird das meist nicht von der Höhle, sondern vom eigenen Flossenschlag.
Stop – Breathe – Think – Act (Cheatcode)
Die vier Schritte gegen die Panik-Kette: anhalten, bewusst langsam atmen, Lage einordnen, dann erst handeln. In dieser Reihenfolge, ausnahmslos.
Tarierung (neutraler Auftrieb) (Bewegung)
Der Zustand, in dem du im Wasser schwebst, ohne zu sinken oder zu steigen. Grob stellst du ihn über das Jacket ein, fein ausschließlich über dein Lungenvolumen.
Tiefenrausch (Stickstoffnarkose) (Slang)
Das Bootswort für die narkotische Wirkung von Stickstoff unter Druck. Sie setzt meist ab 25 bis 30 Metern ein und fühlt sich an wie zwei, drei Bier zu viel.
Trim (Wasserlage beim Tauchen) (Bewegung)
Deine Körperausrichtung im Wasser, Ziel ist waagerecht mit Schultern, Hüfte und Knien auf einer Linie. Tarierung regelt die Tiefe, Trim regelt den Winkel.

Allgemein

Begriffe aus der Trainingslehre, die in jeder Sportart gelten.

1RM (One-Repetition Maximum) (Regel)
Das maximale Gewicht, das du für genau eine saubere Wiederholung bewegen kannst. Bezugsgröße für fast jede Trainingsplanung.
BMR & TDEE (Regel)
BMR ist dein Grundumsatz in völliger Ruhe, TDEE der Gesamtverbrauch inklusive Alltag und Training. Ernährungsziele rechnen immer gegen den TDEE.
Deload (Cheatcode)
Eine bewusst leichtere Woche, in der Umfang oder Intensität deutlich reduziert werden, damit die Anpassung nachkommt.
Kadenz (Schritt- / Trittfrequenz) (Bewegung)
Anzahl der Schritte pro Minute beim Laufen oder Kurbelumdrehungen beim Radfahren. Beim Laufen liegen 170–180 Schritte/Minute für die meisten im günstigen Bereich.
Knie-Valgus (Bewegung)
Das Einknicken der Knie nach innen bei Kniebeugen, Sprüngen und Landungen. Einer der wichtigsten Risikomarker in der Technikanalyse.
Muskelkater (DOMS) (Cheatcode)
Der verzögerte Muskelschmerz 12–72 Stunden nach ungewohnter Belastung. Kein Gradmesser für Trainingsqualität.
Progressive Überlastung (Cheatcode)
Das einzige Prinzip, ohne das kein Training langfristig wirkt: Der Reiz muss über die Zeit steigen, sonst hört die Anpassung auf.
RIR (Reps in Reserve) (Regel)
Die Anzahl sauberer Wiederholungen, die du am Satzende noch geschafft hättest. RIR 2 = zwei waren noch drin.
RPE (Rate of Perceived Exertion) (Regel)
Skala für die gefühlte Anstrengung. Im Kraftsport meist 1–10, wobei RPE 8 heißt: zwei Wiederholungen wären noch drin gewesen.
Rumpfspannung (Core-Tension) (Bewegung)
Die aktive Stabilisierung von Bauch, Rücken und Becken, über die Kraft zwischen Beinen und Armen überhaupt erst übertragen wird.
Zone 2 (Grundlagenausdauer) (Cheatcode)
Der lockere Ausdauerbereich, in dem du dich noch in ganzen Sätzen unterhalten kannst. Basis fast jedes Ausdauerplans.