Surffoil — Glossar

Alle Surffoil-Fachbegriffe verständlich erklärt: Technik, Equipment, Regeln und Slang – mit Tipps zur Fehlervermeidung.

Board-Volumen (Liter) (Equipment)
Der Rauminhalt eines Boards in Litern — die aussagekräftigste Kennzahl beim Boardkauf, weil sie über Auftrieb und damit über Wellenanzahl entscheidet.
Bottom Turn (Bewegung)
Die erste Kurve am Wellenfuß nach dem Take-off. Sie legt fest, wie viel Tempo und welche Linie du für alles Weitere hast.
Drop-In (Regel)
Im Surfen der Vorfahrtsverstoß, bei dem jemand in eine bereits gefahrene Welle einsteigt. Im Skateboarding dagegen das Einfahren in eine Rampe von der Coping.
Duck Dive (Enttauchen) (Bewegung)
Das Untertauchen des Boards, um unter einer brechenden Welle hindurchzukommen, statt von ihr zurückgeworfen zu werden.
Frontflügel (Front Wing) (Equipment)
Der große vordere Flügel des Foils — er erzeugt den Auftrieb. Zum Einstieg rund 1.500 cm² beim Surf-Foil, 1.100 bis 1.700 cm² beim Windfoil: Mehr Fläche verzeiht mehr.
Goofy & Regular (Slang)
Die Fußstellung auf dem Board: Regular steht mit dem linken Fuß vorn, Goofy mit dem rechten. Keine Variante ist besser.
Gun (Big-Wave-Board) (Equipment)
Das schmale Spezialbrett mit spitzer Nase für große Wellen, meist 2,30 bis 3 Meter lang. Gebaut fürs frühe Anpaddeln bei hohem Wellentempo, nicht fürs Manövrieren.
Hawaii-Skala (Regel)
Die hawaiianische Art, Wellen anzugeben: gemeint ist die Rückseite der Welle, also ungefähr die Hälfte der echten Wellenwand. Hawaii-Zahl mal zwei ergibt grob die Face-Height.
Hold-down (Slang)
Wenn eine gebrochene Welle dich unter Wasser hält, bis sie durch ist. Erwischt dich die nächste Welle des Sets, bevor du oben bist, spricht die Szene von einem Zwei- oder Drei-Wellen-Hold-Down.
Line-Up (Slang)
Der Bereich hinter der Brandung, in dem die Surfer auf die Wellen warten — und zugleich der soziale Ort, an dem die Spot-Regeln gelten.
Overfoiling (Breach) (Bewegung)
Das Foil steigt zu hoch, der Frontflügel durchbricht die Wasseroberfläche und zieht Luft statt Wasser — der Auftrieb bricht schlagartig weg, das Board knallt zurück.
Pop-Up (Take-off) (Bewegung)
Der Übergang vom Liegen in den Stand auf dem Brett — eine einzige flüssige Bewegung, während die Welle das Board schon trägt.
Pumpen (Foil) (Cheatcode)
Rhythmische Auf-und-ab-Bewegung des eigenen Körpergewichts, die neuen Auftrieb erzeugt — ohne Welle, Segel oder Schirm. Verlierst du Tempo, verringerst du die Last, statt draufzudrücken.
Set (Wellensatz) (Slang)
Wellen kommen fast nie einzeln, sondern in Gruppen von etwa drei bis sechs — einem Set —, gefolgt von einer ruhigeren Pause. Genau diese Pause ist dein Zeitfenster zum Rauspaddeln.
Touchdown (Foil) (Bewegung)
Das Aufsetzen des Boards, wenn die Fahrt unter die Mindest-Fluggeschwindigkeit fällt und der Frontflügel keinen Auftrieb mehr trägt. Ein sanfter Touchdown ist kein Sturz, sondern normal.
Turtle Roll (Bewegung)
Statt das Board unter die Welle zu drücken, drehst du dich mitsamt Brett um die Längsachse und lässt die Welle über euch rollen. Die Lösung für Boards mit zu viel Volumen zum Duck-Diven.
Vorfahrt (Priority) (Regel)
Die wichtigste Regel im Wasser: Wer dem brechenden Teil der Welle am nächsten ist, hat Vorrang.

Allgemein

Begriffe aus der Trainingslehre, die in jeder Sportart gelten.

1RM (One-Repetition Maximum) (Regel)
Das maximale Gewicht, das du für genau eine saubere Wiederholung bewegen kannst. Bezugsgröße für fast jede Trainingsplanung.
BMR & TDEE (Regel)
BMR ist dein Grundumsatz in völliger Ruhe, TDEE der Gesamtverbrauch inklusive Alltag und Training. Ernährungsziele rechnen immer gegen den TDEE.
Deload (Cheatcode)
Eine bewusst leichtere Woche, in der Umfang oder Intensität deutlich reduziert werden, damit die Anpassung nachkommt.
Kadenz (Schritt- / Trittfrequenz) (Bewegung)
Anzahl der Schritte pro Minute beim Laufen oder Kurbelumdrehungen beim Radfahren. Beim Laufen liegen 170–180 Schritte/Minute für die meisten im günstigen Bereich.
Knie-Valgus (Bewegung)
Das Einknicken der Knie nach innen bei Kniebeugen, Sprüngen und Landungen. Einer der wichtigsten Risikomarker in der Technikanalyse.
Muskelkater (DOMS) (Cheatcode)
Der verzögerte Muskelschmerz 12–72 Stunden nach ungewohnter Belastung. Kein Gradmesser für Trainingsqualität.
Progressive Überlastung (Cheatcode)
Das einzige Prinzip, ohne das kein Training langfristig wirkt: Der Reiz muss über die Zeit steigen, sonst hört die Anpassung auf.
RIR (Reps in Reserve) (Regel)
Die Anzahl sauberer Wiederholungen, die du am Satzende noch geschafft hättest. RIR 2 = zwei waren noch drin.
RPE (Rate of Perceived Exertion) (Regel)
Skala für die gefühlte Anstrengung. Im Kraftsport meist 1–10, wobei RPE 8 heißt: zwei Wiederholungen wären noch drin gewesen.
Rumpfspannung (Core-Tension) (Bewegung)
Die aktive Stabilisierung von Bauch, Rücken und Becken, über die Kraft zwischen Beinen und Armen überhaupt erst übertragen wird.
Zone 2 (Grundlagenausdauer) (Cheatcode)
Der lockere Ausdauerbereich, in dem du dich noch in ganzen Sätzen unterhalten kannst. Basis fast jedes Ausdauerplans.