Karate — Glossar

Alle Karate-Fachbegriffe verständlich erklärt: Technik, Equipment, Regeln und Slang – mit Tipps zur Fehlervermeidung.

Clinch (Bewegung)
Der enge Körperkontakt, in dem Schläge auf Distanz nicht mehr funktionieren. Im Boxen Verteidigungsmittel, im Muay Thai eine eigene Disziplin.
Deckung (Guard) (Bewegung)
Die Grundhaltung der Hände zum Schutz von Kinn und Körper. Ihre Höhe und Breite entscheidet, welche Schläge überhaupt durchkommen.
Jab (Führhand) (Bewegung)
Der gerade Schlag mit der vorderen Hand — der am häufigsten genutzte Schlag im Boxen und die Grundlage fast jeder Kombination.
Kime (Bewegung)
Der Endfokus im Karate: einen Sekundenbruchteil volle Körperspannung genau im Treffmoment, mit scharfem Ausatmen — und sofort danach wieder lösen. Ohne das Lösen bleibt nur Steifheit.
Low-Kick (Bewegung)
Der Tritt gegen den Oberschenkel des Gegners, ausgeführt mit dem Schienbein. Kernwaffe im Kickboxen und Muay Thai.
Slip (Abtauchen) (Bewegung)
Ausweichen durch eine seitliche Kopfbewegung, sodass der gegnerische Schlag knapp vorbeigeht — ohne die Deckung zu öffnen.
Tappen (Abklopfen) (Regel)
Das deutliche Abklopfen als Aufgabesignal bei Hebeln und Würgern — die wichtigste Sicherheitsregel im Grappling.
Yuko, Waza-ari, Ippon (Kumite-Wertung) (Regel)
Die drei Wertungsstufen im WKF-Kumite: Yuko (1) Fauststoß, Waza-ari (2) Körpertritt, Ippon (3) Kopftritt oder Wurf mit Nachsetzer. Gezählt wird nur mit Kontrolle, Distanz und Timing.

Allgemein

Begriffe aus der Trainingslehre, die in jeder Sportart gelten.

1RM (One-Repetition Maximum) (Regel)
Das maximale Gewicht, das du für genau eine saubere Wiederholung bewegen kannst. Bezugsgröße für fast jede Trainingsplanung.
BMR & TDEE (Regel)
BMR ist dein Grundumsatz in völliger Ruhe, TDEE der Gesamtverbrauch inklusive Alltag und Training. Ernährungsziele rechnen immer gegen den TDEE.
Deload (Cheatcode)
Eine bewusst leichtere Woche, in der Umfang oder Intensität deutlich reduziert werden, damit die Anpassung nachkommt.
Kadenz (Schritt- / Trittfrequenz) (Bewegung)
Anzahl der Schritte pro Minute beim Laufen oder Kurbelumdrehungen beim Radfahren. Beim Laufen liegen 170–180 Schritte/Minute für die meisten im günstigen Bereich.
Knie-Valgus (Bewegung)
Das Einknicken der Knie nach innen bei Kniebeugen, Sprüngen und Landungen. Einer der wichtigsten Risikomarker in der Technikanalyse.
Muskelkater (DOMS) (Cheatcode)
Der verzögerte Muskelschmerz 12–72 Stunden nach ungewohnter Belastung. Kein Gradmesser für Trainingsqualität.
Progressive Überlastung (Cheatcode)
Das einzige Prinzip, ohne das kein Training langfristig wirkt: Der Reiz muss über die Zeit steigen, sonst hört die Anpassung auf.
RIR (Reps in Reserve) (Regel)
Die Anzahl sauberer Wiederholungen, die du am Satzende noch geschafft hättest. RIR 2 = zwei waren noch drin.
RPE (Rate of Perceived Exertion) (Regel)
Skala für die gefühlte Anstrengung. Im Kraftsport meist 1–10, wobei RPE 8 heißt: zwei Wiederholungen wären noch drin gewesen.
Rumpfspannung (Core-Tension) (Bewegung)
Die aktive Stabilisierung von Bauch, Rücken und Becken, über die Kraft zwischen Beinen und Armen überhaupt erst übertragen wird.
Zone 2 (Grundlagenausdauer) (Cheatcode)
Der lockere Ausdauerbereich, in dem du dich noch in ganzen Sätzen unterhalten kannst. Basis fast jedes Ausdauerplans.