Regattasegeln — Glossar

Alle Regattasegeln-Fachbegriffe verständlich erklärt: Technik, Equipment, Regeln und Slang – mit Tipps zur Fehlervermeidung.

Ausreiten (Hiking) (Bewegung)
Mit fixierten Füßen unter den Ausreitgurten weit über die Bootskante lehnen, um die Krängung mit dem eigenen Gewicht zu kontern. Quasi-isometrische Halteleistung, vor allem im Oberschenkel.
Backbord weicht Steuerbord (Regel)
Treffen zwei Boote auf unterschiedlichem Bug aufeinander, weicht das Boot mit Wind von Backbord aus. Die Luv/Lee-Regel greift erst, wenn beide denselben Bug fahren.
Halse (Jibe) (Bewegung)
Die Richtungsänderung, bei der das Heck durch den Wind geht. Gegenstück zur Wende, bei der der Bug durch den Wind dreht.
Killen (Killfalte) (Slang)
Das Flattern des Segels, wenn die Schot zu weit offen ist oder du zu hoch am Wind fährst. Die leichte Killfalte an der Vorderkante ist kein Fehler, sondern eine Trimm-Marke.
Kurse zum Wind (Amwind, Halbwind, Vorwind) (Bewegung)
Die Kursstufen relativ zur Windrichtung: Amwind, Halbwind, Raumschots, Vorwind. Näher als rund 45 Grad an den Wind kommt kein Segelboot — dieser Sektor heißt No-go-Zone, dort bleibt jedes Boot stehen.
Luv & Lee (Slang)
Luv ist die Seite, aus der der Wind kommt, Lee die windabgewandte. Dein Gewicht gehört fast immer nach Luv — dorthin, wo der Wind herkommt, nicht dorthin, wohin das Boot kippt.
Telltales (Windfäden) (Cheatcode)
Die kleinen Windfäden am Segel — dein ehrlichstes Trimm-Feedback in Echtzeit. Strömen der luv- und der leeseitige Faden gleichmäßig nach achtern, stimmt der Trimm.
Trimm (Segel & Rigg) (Bewegung)
Die Feineinstellung von Segeln und Rigg — Mastfall, Wantenspannung, Strecker, Baumniederholer. Konstanter Trimm bringt über eine Saison mehr als jedes spektakuläre Einzelmanöver.

Allgemein

Begriffe aus der Trainingslehre, die in jeder Sportart gelten.

1RM (One-Repetition Maximum) (Regel)
Das maximale Gewicht, das du für genau eine saubere Wiederholung bewegen kannst. Bezugsgröße für fast jede Trainingsplanung.
BMR & TDEE (Regel)
BMR ist dein Grundumsatz in völliger Ruhe, TDEE der Gesamtverbrauch inklusive Alltag und Training. Ernährungsziele rechnen immer gegen den TDEE.
Deload (Cheatcode)
Eine bewusst leichtere Woche, in der Umfang oder Intensität deutlich reduziert werden, damit die Anpassung nachkommt.
Kadenz (Schritt- / Trittfrequenz) (Bewegung)
Anzahl der Schritte pro Minute beim Laufen oder Kurbelumdrehungen beim Radfahren. Beim Laufen liegen 170–180 Schritte/Minute für die meisten im günstigen Bereich.
Knie-Valgus (Bewegung)
Das Einknicken der Knie nach innen bei Kniebeugen, Sprüngen und Landungen. Einer der wichtigsten Risikomarker in der Technikanalyse.
Muskelkater (DOMS) (Cheatcode)
Der verzögerte Muskelschmerz 12–72 Stunden nach ungewohnter Belastung. Kein Gradmesser für Trainingsqualität.
Progressive Überlastung (Cheatcode)
Das einzige Prinzip, ohne das kein Training langfristig wirkt: Der Reiz muss über die Zeit steigen, sonst hört die Anpassung auf.
RIR (Reps in Reserve) (Regel)
Die Anzahl sauberer Wiederholungen, die du am Satzende noch geschafft hättest. RIR 2 = zwei waren noch drin.
RPE (Rate of Perceived Exertion) (Regel)
Skala für die gefühlte Anstrengung. Im Kraftsport meist 1–10, wobei RPE 8 heißt: zwei Wiederholungen wären noch drin gewesen.
Rumpfspannung (Core-Tension) (Bewegung)
Die aktive Stabilisierung von Bauch, Rücken und Becken, über die Kraft zwischen Beinen und Armen überhaupt erst übertragen wird.
Zone 2 (Grundlagenausdauer) (Cheatcode)
Der lockere Ausdauerbereich, in dem du dich noch in ganzen Sätzen unterhalten kannst. Basis fast jedes Ausdauerplans.