Badminton — Glossar

Alle Badminton-Fachbegriffe verständlich erklärt: Technik, Equipment, Regeln und Slang – mit Tipps zur Fehlervermeidung.

Ausfallschritt (Lunge) (Bewegung)
Der große letzte Schritt zum Federball. Dabei wirkt rund das 2,5-Fache deines Körpergewichts — das Knie bleibt über oder hinter der Fußspitze, nie davor.
Bratpfannengriff (Slang)
Der Anfängergriff, bei dem die Schlagfläche flach vor dir liegt wie eine Bratpfanne. Fühlt sich sicher an, blockiert aber Handgelenk und Eindrehen — und damit fast jeden Schlag außer dem geraden Schubser.
Kopflastigkeit & Trägheitsmoment (MOI) (Equipment)
Wie viel Masse im Schlägerkopf sitzt, gemessen als Trägheitsmoment (MOI). Ein um 5 kg·cm² höheres MOI macht den Kopf rund 0,7 m/s langsamer — die Shuttle-Geschwindigkeit bleibt trotzdem gleich.
Naturfeder- vs. Nylonshuttle (Equipment)
Die zwei Ballarten im Badminton. Nylon ist robust, günstig und berechenbar; Naturfeder fliegt feiner und präziser, überlebt hartes Anfänger-Zuspiel aber kaum.
Pronation (Eindrehen im Treffpunkt) (Bewegung)
Das schnelle Eindrehen von Schulter und Unterarm im Treffmoment — der Peitschenschlag hinter jedem Überkopfschlag. Die Schulter-Innenrotation liefert im Smash bis zu 66 % der Shuttle-Geschwindigkeit.
Schattenlauf (Shadow-Footwork) (Cheatcode)
Laufwege ohne Ball: aus der Mitte in eine Ecke, Schlagbewegung in die Luft, zurück zur Base. Braucht keinen Partner, keine Halle und keinen einzigen Federball.
Split-Step (Bewegung)
Ein kleiner beidbeiniger Hüpfer genau im Moment des gegnerischen Schlags — er macht dich in jede Richtung sofort reaktionsfähig.

Allgemein

Begriffe aus der Trainingslehre, die in jeder Sportart gelten.

1RM (One-Repetition Maximum) (Regel)
Das maximale Gewicht, das du für genau eine saubere Wiederholung bewegen kannst. Bezugsgröße für fast jede Trainingsplanung.
BMR & TDEE (Regel)
BMR ist dein Grundumsatz in völliger Ruhe, TDEE der Gesamtverbrauch inklusive Alltag und Training. Ernährungsziele rechnen immer gegen den TDEE.
Deload (Cheatcode)
Eine bewusst leichtere Woche, in der Umfang oder Intensität deutlich reduziert werden, damit die Anpassung nachkommt.
Kadenz (Schritt- / Trittfrequenz) (Bewegung)
Anzahl der Schritte pro Minute beim Laufen oder Kurbelumdrehungen beim Radfahren. Beim Laufen liegen 170–180 Schritte/Minute für die meisten im günstigen Bereich.
Knie-Valgus (Bewegung)
Das Einknicken der Knie nach innen bei Kniebeugen, Sprüngen und Landungen. Einer der wichtigsten Risikomarker in der Technikanalyse.
Muskelkater (DOMS) (Cheatcode)
Der verzögerte Muskelschmerz 12–72 Stunden nach ungewohnter Belastung. Kein Gradmesser für Trainingsqualität.
Progressive Überlastung (Cheatcode)
Das einzige Prinzip, ohne das kein Training langfristig wirkt: Der Reiz muss über die Zeit steigen, sonst hört die Anpassung auf.
RIR (Reps in Reserve) (Regel)
Die Anzahl sauberer Wiederholungen, die du am Satzende noch geschafft hättest. RIR 2 = zwei waren noch drin.
RPE (Rate of Perceived Exertion) (Regel)
Skala für die gefühlte Anstrengung. Im Kraftsport meist 1–10, wobei RPE 8 heißt: zwei Wiederholungen wären noch drin gewesen.
Rumpfspannung (Core-Tension) (Bewegung)
Die aktive Stabilisierung von Bauch, Rücken und Becken, über die Kraft zwischen Beinen und Armen überhaupt erst übertragen wird.
Zone 2 (Grundlagenausdauer) (Cheatcode)
Der lockere Ausdauerbereich, in dem du dich noch in ganzen Sätzen unterhalten kannst. Basis fast jedes Ausdauerplans.