Sonnengruß B erklärt: A plus Stuhl und Krieger I - länger, beinlastiger, intensiver. Getaktet erreicht er 5-8,6 MET und über 90 % der maximalen Herzfrequenz.
Wenn Sonnengruß A das Warm-up ist, dann ist Sonnengruß B (Surya Namaskar B) der Motorraum: dieselbe Grundidee, aber mit zwei kraftvollen Extra-Posen - dem Stuhl (Utkatasana) und dem Krieger I (Virabhadrasana I). Die ehrliche Kurzantwort auf "Was ist der Unterschied?": B ist länger, beinlastiger und deutlich intensiver als A. Wo A dich warm macht, bringt B dich ins Schwitzen.
Wie intensiv? In einer kleinen Messung mit gleichmäßig getaktetem Sonnengruß B (rund eine Runde pro 45 Sekunden über 30 Minuten) erreichten die Teilnehmenden 5 bis 8,6 MET und 82-94 % ihrer maximalen Herzfrequenz - das ist moderates bis forderndes Ausdauertraining, kein sanftes Dehnen mehr. Ehrlich zur Studienlage: Es waren nur vier Personen, also ein Signal, kein Beweis. Aber es passt ins Bild - Sonnengrüße gehören zu den intensivsten Sequenzen einer Vinyasa-Stunde, während der Rest des Yoga metabolisch leicht bleibt. Anders gesagt: B ist die Stelle, an der eine Flow-Stunde vom sanften Dehnen ins richtige Training kippt.
Aus dem Stand beim Einatmen in die Hocke sinken, als würdest du dich auf einen unsichtbaren Stuhl setzen: Knie gebeugt, Gewicht auf den Fersen, Arme nach oben. Das ersetzt das simple Aufstrecken aus A und zündet sofort die Oberschenkel. Halte den Bauch leicht angespannt und die Rippen unten, damit der untere Rücken nicht ins Hohlkreuz kippt - der Stuhl ist eine Ganzkörper-Anspannung, kein reines Beine-Beugen.
Ausatmen Vorbeuge, Einatmen halbe Aufrichtung, Ausatmen über die Planke absinken (Chaturanga), Einatmen hochschauender Hund, Ausatmen herabschauender Hund - der bekannte Kern aus A.
Einatmen - den rechten Fuß nach vorne zwischen die Hände steigen, hinteren Fuß leicht einwinkeln (etwa 45 Grad), aufrichten und die Arme nach oben strecken (Virabhadrasana I). Vorderes Knie über dem Sprunggelenk, nicht davor. Die hintere Ferse drückt aktiv in den Boden - das gibt dir die stabile Basis, aus der der Krieger seinen Namen hat.
Ausatmen - Hände zum Boden, über Planke und Chaturanga absinken, Einatmen hochschauender Hund, Ausatmen herabschauender Hund. Dieser Übergang trennt die beiden Krieger.
Dasselbe mit dem linken Fuß nach vorne, dann noch einmal durch den Vinyasa-Kern. Zum Schluss beim Einatmen die Füße nach vorne, in den Stuhl aufrichten, Ausatmen in den Stand. Eine Runde B ist spürbar länger als A - starte mit drei Runden und häng erst mehr dran, wenn dein Atem am Ende der dritten Runde noch ruhig ist. Genau dieser Atem-Check ist deine ehrlichste Dosierungsregel: Solange du gleichmäßig durch die Nase atmest, ist das Tempo richtig gewählt.
Sonnengruß B ist echtes Herz-Kreislauf-Training (in der Messung bis über 90 % der maximalen Herzfrequenz) - starte nicht kalt, sondern mit ein, zwei Runden A. Die vielen Chaturangas belasten Schultern und Handgelenke stark; setz die Knie ab, wenn die Kraft nachlässt, statt in der Schulter durchzuhängen. Bei Knieproblemen den Krieger flacher und den Stuhl höher halten. Puls-Spitzen sind normal, Schwindel oder ein Stechen sind es nicht - dann stoppst du.
Behandle Sonnengruß B wie Intervalle: Die Krieger und der Stuhl sind deine "Belastung", der herabschauende Hund dazwischen ist deine "aktive Pause". Wenn du im Hund bewusst zwei, drei tiefe Ujjayi-Atemzüge nimmst, hältst du den Puls im moderaten Bereich, statt ihn ungebremst hochzujagen. So wird B zum kontrollierten Cardio-Tool.
Sonnengruß A ist die kürzere Grundform aus Vorbeuge, Chaturanga und Hund. Sonnengruß B baut zusätzlich den Stuhl (Utkatasana) am Anfang und den Krieger I auf beiden Seiten ein. Dadurch ist B länger, beinlastiger und deutlich intensiver - ein kleines Kraft-Ausdauer-Paket statt reines Warm-up.
Sehr - für Yoga-Verhältnisse. In einer kleinen Messung erreichte gleichmäßig getakteter Sonnengruß B 5 bis 8,6 MET und 82-94 % der maximalen Herzfrequenz, also moderates bis forderndes Ausdauertraining. Das ist ein Signal aus nur vier Personen, passt aber dazu, dass Sonnengrüße die intensivsten Yoga-Sequenzen sind.
Für einen moderaten Ausdauerreiz ja: 20-30 Minuten durchgehende Sonnengrüße B halten dich im moderaten Herzfrequenzbereich. Als reines Kraft- oder intensives Intervalltraining ersetzt Yoga aber kein gezieltes Programm - sieh B als vollwertiges Bewegungs-Workout, nicht als Wettkampfvorbereitung.
Wenn dein Sonnengruß A flüssig im Atemtakt läuft und du Chaturanga sauber (notfalls mit Knien) beherrschst. B setzt Grundkraft in Beinen und Schultern voraus. Es gibt keinen Zeitplan - der Körper sagt dir über den Atem, ob die nächste Stufe passt.
Ist Vinyasa ein echtes Workout? Kraft und Ausdauer ehrlich — [object Object]