Auslage im Boot: senkrechter Unterschenkel, langer Arm, geschlossener Hüftwinkel, Blatt schnell und senkrecht setzen. Maße nach DRV-Leitbild, Fehler, Sicherheit.
Die ehrliche Antwort vorweg: Die Auslage ist die vorderste Position im Ruderschlag: Der Unterschenkel steht senkrecht, die Arme sind lang, der Hüftwinkel ist geschlossen, und das Blatt wird schnell und senkrecht im weitesten Punkt gesetzt. So beschreibt es das rudertechnische Leitbild des Deutschen Ruderverbands (DRV) für das Skullen [1]. Übersetzt: Du machst dich lang, aber du biegst dich nicht über das Ziel hinaus.
Warum ist sie so wichtig? Weil von hier der ganze Durchzug startet. Reinhart Grahn vom DRV nennt als Merkmale der Vorlage senkrechter Unterschenkel, langer Arm, geschlossener Hüftwinkel. Er hält es für einen Fehler, ohne Vorlagewinkel zu rudern, weil dann kein langer Schlag möglich ist, und ebenso für einen Fehler, mit „überreizter Vorlage" zu fahren: Die Unterschenkel sollen nicht mehr als wenige Grad über die Senkrechte hinaus gerollt werden [2]. Das Leitbild ist ein Anhalt; je nach Körpergröße darf es Abweichungen geben [2].
Eine Abgrenzung vorab: Dieser Guide beschreibt das Rudern im Boot auf dem Wasser. Am Ergometer gibt es kein Blatt, das du setzen musst, und kein Boot, das kippen kann. Technikbilder vom Ergometer sind deshalb nicht 1:1 übertragbar.
Wie schwer ist das? Die Position verstehst du in einer Einheit. Bis das Blatt im Boot schnell und sauber ins Wasser kommt, braucht es erfahrungsgemäß viele Fahrten.
Roll nach vorn, bis der Unterschenkel etwa senkrecht steht [1]. Weiter solltest du nicht rollen: Die Schienbeine nicht über die Senkrechte hinaus [2]. Meilenstein: Dein Trainer sieht auf dem Video, dass das Schienbein bei der Auslage senkrecht steht.
Der Oberkörper kommt mit Vorlagewinkel nach vorn, die Arme sind in natürlicher Position gestreckt [1]. Der Hüftwinkel ist geschlossen [2]. Die Schultern sind locker: Ein weites Herausgreifen erhöht die Schlagweite [1].
Die Handgelenke bleiben gerade [2]. Das ist nach Grahn ein objektives Merkmal, das aus gesundheitlichen Gründen für den Durchzug spricht [2]. Britische Technikbeschreibungen verlangen außerdem, dass die untere Rückenhaltung fest bleibt und der Körper „vorgespannt" ist [5].
Das Setzen des Blattes erfolgt unmittelbar aus der Rollbewegung, schnell, senkrecht und im weitesten Punkt der Auslage, ausschließlich aus den Armen [1]. Die Körperposition ändert sich dabei nicht [1]. Die Blattoberkante begrenzt die Tauchtiefe [1]. Meilenstein: 10 Schläge in Folge mit dem Blatt in einer Bewegung im Wasser, ohne Luftschlag.
Direkt nach dem Setzen hängt dein Gewicht am Griff, nicht in den Schultern [5]. So bereitest du den Beinstoß vor. Anker: Du hängst dich ein, du ziehst nicht.
Film deinen Schlag von der Seite in Zeitlupe und halte das Bild bei der Blattsetzung an. Ist das Schienbein senkrecht, ist der Oberkörper unverändert, und ist das Blatt in einer Bewegung im Wasser? Wenn ja, hast du die drei Kernpunkte. Prüfe das Bild nach jeder Technikänderung, nicht erst nach Wochen.
Die vorderste Position im Ruderschlag, bei der der Unterschenkel senkrecht steht, die Arme gestreckt sind und das Blatt gesetzt wird [1]. Sie wird auch vordere Umkehr genannt.
Bis der Unterschenkel senkrecht steht. Nach dem DRV soll er auf keinen Fall mehr als wenige Grad darüber hinausgeführt werden [2].
Schnell, senkrecht und im weitesten Punkt der Auslage, aus den Armen, ohne dass sich der Körper dabei bewegt [1].
Die Körperposition ähnelt sich, aber am Ergometer fehlt das Blatt, das du setzen musst, und das Boot, das kippen kann. Wasserrudern ist deshalb eine eigene Technik.
Durchzug beim Rudern: Beine zuerst, dann Rücken, dann Arme — [object Object]