Lob im Volleyball lernen: wann du tippst statt schmetterst, wie du sauber triffst und die Bewegung tarnst. Mit Meilensteinen und typischen Fehlern.
Was ist ein Lob oder Tip? Die ehrliche Antwort: Du holst aus wie zum Schmetterschlag, nimmst aber im letzten Moment die Härte raus und legst den Ball mit den Fingerspitzen über oder hinter den Block. Das Regelwerk erlaubt das ausdrücklich, solange der Ball sauber geschlagen und nicht gefangen oder geworfen wird [1]. Das Schweizer Mobilesport-Material beschreibt den Topspin-Schlag als leicht geschlagenen, platzierten Angriffsball meist über den Block [3].
Warum klappt die Finte überhaupt? Weil dein Gegner auf deine Bewegung reagiert. In einem Test mit Beachvolleyballern erkannten Beachvolleyball-Athleten früher als Neulinge, ob ein Angriff ein harter Schlag oder ein Poke Shot werden würde. Vermutlich lesen sie Körperhaltung, etwa den Ellbogenwinkel [2]. Dein Job beim Lob ist also nicht, schlau zu klingen, sondern so lange wie möglich gleich auszusehen wie beim Schlag.
Anfänger schmettern zu oft, auch wenn keine Chance besteht. Das Verbandsmaterial verlangt, dass du in jeder Situation erst entscheidest, ob überhaupt geschmettert werden kann, und betont, dass es wichtiger ist, den Ball sicher über das Netz zu spielen als jeden Ball zu schmettern [5]. Als Individualtaktik nennt das Taktik-Material ausdrücklich „Lob oder Schmettern" [4]. Meilenstein: Du kannst vor 10 Zuspielen sagen, ob der Block hoch steht und die Ecke hinten oder die kurze Zone offen ist.
Die Hand bleibt offen, die Finger sind leicht gespreizt, das Handgelenk locker. Der Ball wird mit den Fingerspitzen oder dem Mittelteil der Finger gespielt, im Beachvolleyball nennt man das Poke Shot, mit den mittleren Fingergliedern gespielt [3]. Das ist eine Praxisbeschreibung. Wichtig ist, dass der Ball sauber abprallt und nicht liegen bleibt [1]. Meilenstein: 10 Tips auf einen gehaltenen Ball, bei denen er nicht festklebt.
Wirf dir den Ball selbst an und lege ihn über das Netz in eine Zone. Mit niedrigem Netz oder Seil lernst du den Abstand. Meilenstein: 7 von 10 Tips landen in einem 2-Meter-Zielkreis.
Jetzt kommen Anlauf, Absprung und derselbe Armzug wie beim Schlag. Das Verbandsmaterial nennt als Merkmale des Schlags einen hohen Ellbogen und den Treffpunkt mit langem Arm über der Schulter [5]. Beim Lob bleibt der Arm bis kurz vor Kontakt gleich, erst dann nimmst du die Härte raus. Meilenstein: Ein Partner sieht dich nur von der Seite und kann in 10 Versuchen nicht sicher sagen, ob Schlag oder Tip kommt.
Wähle die Lücke: kurz hinter dem Block, über die Fingerspitzen des Blockers oder in die tiefe Ecke. Der Gegner muss vom Netz weg und wieder hin. Gegen die Finte rät das Taktik-Material der Abwehr, die Abwehrposition nach vorn zu verlagern [4], also nutze den Lob nicht jedes Mal. Meilenstein: In einem Spiel 3 gegen 3 spielst du 10 Angriffe, davon etwa 3 als Lob, und mindestens 2 davon lösen eine Fehlentscheidung der Abwehr aus.
Beim Tip triffst du den Ball mit den Fingerspitzen am Netz. Gerade steife Finger werden bei einem Kontakt mit Ball oder Block leicht überstreckt. Wärme Finger und Handgelenke auf. Landest du nach dem Lob nah am Netz, achte auf Füße von Gegner und Mitspieler: In einer Videoanalyse von Knöchelverletzungen im Weltklasse-Volleyball kamen die meisten Verletzungen beim Blocken und Angreifen vor, oft beim Landen auf dem Fuß eines Gegners oder Mitspielers [6]. Dieser Guide erklärt und motiviert, er ersetzt kein betreutes Training.
Probiere den Lob zuerst gegen Bälle, die schlecht zugespielt sind. Das Verbandsmaterial rät, vorerst einen sicheren Angriff vor dem harten zu erzwingen [5]. Ein Lob aus einem schlechten Pass ist die sicherere Option als ein erzwungener Schlag.
Ja. Beim Angriffsschlag ist Tippen erlaubt, solange der Ball sauber geschlagen und nicht gefangen oder geworfen wird [1]. Wenn er in der Hand liegen bleibt, ist es ein Fehler.
Das Taktik-Material nennt das als Individualtaktik: Lob oder Schmettern [4]. Tippe, wenn der Block hoch steht oder du nicht sicher schlagen kannst, und schmettere, wenn eine Lücke offen ist.
Gleicher Anlauf, gleicher Armzug, gleicher hoher Ellbogen wie beim Schlag. Beachvolleyball-Athleten erkannten in einem Test früher als Neulinge, ob ein Schlag oder Poke Shot kam, wahrscheinlich über Körperhaltung wie den Ellbogenwinkel [2].
In die Lücke hinter dem Block oder in die Ecken. Das ist Praxiserfahrung. Das Taktik-Material rät der Abwehr, vorn zu warten, um Lobs abzufangen [4], also verteile die Ziele.
Roll Shot: Der langsame Angriff, der über den Block rollt — [object Object]