Pirouette en dedans: Die Drehung nach innen zur Standbein-Seite

Pirouette en dedans lernen: Vorbereitung, Drehung zum Standbein, stabile Achse und Abschluss. Was Studien belegen und wo sie nur Pirouetten allgemein prüfen.

Sportart: Tanzen · Level: Fortgeschritten

Einleitung

Die ehrliche Antwort auf „Was ist der Unterschied zwischen Pirouette en dehors und en dedans?": Bei der Pirouette en dedans drehst du dich nach innen, das heißt in Richtung des Standbeins; bei en dehors dreht der Körper vom Standbein weg nach außen. Welche Richtung dir leichter fällt, ist individuell – viele Tänzerinnen und Tänzer haben eine „Lieblingsseite" und eine Lieblingsrichtung.

Ehrlich vorab: Die Biomechanik-Forschung zu Pirouetten untersucht fast immer die Drehung en dehors. Für en dedans gibt es wenig direkte Messungen. Was hier steht, ist deshalb zum Teil Übertragung (TRANSFER) aus der Pirouette allgemein und aus einer Umfrage zu beiden Richtungen.

Diese Umfrage unter 108 Tänzerinnen und Tänzern fragte nach en dehors und en dedans: Amateure wie Profis nannten die stabile Achse und die Passé-Position als Kern einer gelungenen Pirouette; Profis betonten dazu Turnout und Position; das Bild der Achse beschrieben viele als Linie von den Zehen bis zum Kopf [1]. Interessant: In den zwei Drehrichtungen achteten sie auf unterschiedliche Dinge [1].

Wie schwer ist es wirklich? Wer en dehors beherrscht, lernt en dedans in der Regel schneller, aber nicht automatisch: Der Schwung, die Armführung und das Körpergefühl sind anders. Rechne mit Wochen bis zu einer sauberen einfachen Drehung und mit Monaten bis zu verlässlichen Doppeldrehungen (Erfahrungswerte, ohne Studienbeleg).

Was du brauchst

Schritt für Schritt

1. Achse und Retiré

Stell dich auf ein Bein, das andere im Retiré. Fühle die Achse: eine senkrechte Linie vom Scheitel zum Boden. Meilenstein: Fünf Sekunden Retiré in der Mitte, ohne dass sich der Oberkörper neigt.

2. Vorbereitung

Die Pirouette en dedans startet meist aus einer Plié-Vorbereitung (je nach Schule aus der vierten oder fünften Position). Die Arme sind in Vorbereitung. Wichtig: Der Absprung kommt aus dem Plié, nicht aus dem Oberkörper. In einer Studie mit 13 Anfängern und 13 Erfahrenen setzten die Anfänger beim Abstoßen mehr Kraft ein, hatten eine schiefere Drehachse und mussten die Gelenke des Standbeins weniger in der richtigen Reihenfolge strecken [2]. Heißt: Dosiere den Druck und strecke Fuß, Knie, Hüfte nacheinander.

3. Der Schub der Arme

Ein großer Teil des Drehimpulses kommt aus der Arbeit der Arme und des Oberkörpers. In einer Messung an Pirouetten (en dehors) mit einfachen, doppelten und dreifachen Drehungen erzeugten geübte Tänzerinnen und Tänzer mit mehr Umdrehungen mehr Drehimpuls vor allem durch den oberen Rumpf und die Arme – der schließende (nachgeführte) Arm trug am meisten bei [3]. Bei einer anderen Analyse bis zur vierfachen Pirouette mussten die Hüft-Drehmomente je nach Anzahl der Umdrehungen angepasst werden [4]. Das sind Zahlen für en dehors: Du kannst sie als Hinweis nehmen, nicht als Beweis für en dedans.

4. Drehen und Kopf

Dreh dich als Ganzes. Der Kopf geht nach der Drehung als Letzter und kommt als Erster an (Spotting). Beginne mit halben Drehungen, dann ganzen. Meilenstein: Eine ganze Drehung, ohne den Fuß nachzusetzen.

5. Abschluss

Beende die Drehung kontrolliert im Plié. Die befragten Tänzer nannten die Weichheit des Abschlusses (Landung) ausdrücklich als Merkmal einer schönen Pirouette [1]. Meilenstein: Du landest zehnmal in Folge, ohne Fußabrutschen.

Häufige Fehler

Sicherheitshinweise

Beim Drehen ist das Fußgelenk am stärksten belastet: In einer Modellrechnung für klassische und Jazz-Pirouetten war das Sprunggelenk in beiden Varianten das am stärksten belastete Gelenk, bei der klassischen Variante noch stärker [5]. Heißt: Wärme Waden und Fußgelenk auf, steigere die Drehzahl langsam, hör bei Ermüdung auf und übe beide Richtungen. Spitzenschuhe sind kein Teil dieses Guides: Pirouetten auf Spitze nur nach Freigabe deiner Lehrkraft. Dieser Guide erklärt und motiviert, ersetzt aber kein betreutes Training.

Pro-Tipp

Wenn eine Richtung deutlich besser läuft, übe die schwächere Seite zuerst, solange du frisch bist (Praxiserfahrung, ohne Studienbeleg). Und schreib dir für en dedans eigene Merkpunkte auf: In der Umfrage hatten Tänzer in den beiden Richtungen jeweils eigene Aufmerksamkeitspunkte [1] – kopiere also nicht einfach die von en dehors.

Mini-Übungsplan (Erfahrungswert): Zwei Mal pro Woche zehn Minuten früh in der Stunde: erst Retiré-Balance im Stand, dann halbe Drehungen en dedans, dann ganze, je Seite fünf Versuche. Schreib nach jeder Seite einen Satz auf, was funktioniert hat. Vermeide Doppeldrehungen, solange die einfache nicht in drei von fünf Versuchen sauber endet.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen en dehors und en dedans?

Bei en dedans drehst du in Richtung des Standbeins, bei en dehors vom Standbein weg. Die Technik (Achse, Retiré, Plié) ist ähnlich, die Vorbereitung und Armführung unterscheiden sich je nach Schule.

Welche Drehrichtung ist leichter?

Das ist individuell. Die Forschung gibt keine allgemeine Antwort; die Mehrzahl der Messungen untersucht en dehors [1][3][4]. Übe beide Richtungen, um keine einseitige Schiefe aufzubauen.

Wie halte ich das Gleichgewicht bei einer Pirouette?

Mit stabiler Achse, sauberem Retiré und kontrolliertem Abstoß. Anfänger drücken meist zu stark ab und haben eine schiefere Achse [2].

Brauche ich Spotting?

Spotting ist Teil der Technik, aber nicht das Erste, was du lernst. Beginne mit der Achse und füge den Kopf in kleinen Schritten hinzu (siehe Chaînés-Guide).

Schritt für Schritt

  1. Achse und Retiré: Fünf Sekunden Retiré in der Mitte mit senkrechter Achse.
  2. Vorbereitung: Plié-Vorbereitung, Absprung aus dem Plié, Gelenke nacheinander strecken, Druck dosieren.
  3. Armarbeit: Arme dosiert öffnen und schließen; sie liefern einen großen Teil des Drehimpulses.
  4. Drehen und Kopf: Halbe, dann ganze Drehung; Kopf zuletzt weg, zuerst wieder da.
  5. Abschluss: Kontrolliert im Plié landen, zehn Landungen ohne Fußabrutschen.

Key Takeaways

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Grand Jeté: Der große Spagatsprung mit weicher Landung — [object Object]

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