Zwei Schirme offen im Überblick: Biplane, Side-by-Side, Downplane und Verwicklung. Was die USPA lehrt und warum die Entscheidung ins Training gehört.
Die ehrliche Antwort vorweg: „Zwei Schirme offen“ (Two Canopies Out) heißt, dass Haupt- und Reserveschirm gleichzeitig geöffnet sind. Das ist selten, aber ein Standardthema der Ausbildung, weil die richtige Reaktion von der Konstellation abhängt, und weil du sie in Sekunden erkennen musst [1]. Die USPA kennt vier Fälle: Biplane, Side-by-Side, Verwicklung von Haupt- und Reserveschirm und Downplane [1].
Der wichtigste Satz für dich: In drei der vier Fälle landest du beide Schirme, in einem (Downplane) trennst du dich vom Hauptschirm, und zwar ohne Rücksicht auf die Höhe [1]. Das ist die einzige Ausnahme von der 1.000-ft-Grenze (rund 300 m) für das Abtrennen [1].
Dieser Guide ist ein Überblick, keine Anleitung. Zwei-Schirme-Verfahren werden im Gurtzeug-Trainer mit Lehrer geübt, und die Entscheidung triffst du später in Sekunden, nicht nach Lektüre. Frag deinen Lehrer nach den Abläufen deiner Schule.
Die USPA nennt zwei Ursachen: Ein Automatik-Öffner (AAD) kann auslösen, weil du nicht in der geplanten Höhe gezogen hast, oder du hast die Reserve unter der 1.000-ft-Grenze gezogen, ohne dich abzutrennen [2]. Vorbeugen heißt also Höhenbewusstsein und Griffe schützen [1].
Die USPA beschreibt vier Fälle [1]:
Meilenstein: Du kannst alle vier am Foto einem Namen und einer Reaktion zuordnen.
Bei Biplane, Side-by-Side und Verwicklung gilt nach USPA: beide Schirme landen. Das Prinzip: Steuerleinen so lassen, wie sie sind, den Schirm sanft über die hinteren Tragegurte steuern, nicht flaren und eine PLF machen [1]. Gibt es eine Verwicklung, soll man laut USPA nie aufgeben, sie zu lösen oder die Schirme zu füllen, und die Schirme so geradeaus wie möglich fliegen lassen [1].
Bei einem Downplane trennst du dich vom Hauptschirm, unabhängig von der Höhe [1]. Das ist die einzige Ausnahme von der 1.000-ft-Grenze. Meilenstein: Du kannst erklären, was ein Downplane ist: Die zwei Schirme trennen sich und fliegen auf den Boden zu [1].
Die Verfahren sind lang erprobt, trotzdem sind sie ein Fall für Training. Die schwedischen Todesfälle zeigen, dass Aktivierungsfehler und Leinenverwicklungen bei Schülern auftraten [4]. Das DFV-Handbuch legt fest, dass Lehrer bei einer Notprozedur des Schülers nicht bewusst in die Abläufe eingreifen, sondern separieren [5]. Du musst es also selbst können.
Das erklärt und motiviert, es ersetzt kein betreutes Training. Notverfahren sind Handlungsabläufe, die du im Gurtzeug-Trainer üben musst.
Mach dir die Frage „Trägt mich noch ein Schirm?“ zum ersten Reflex. Beim Downplane ist die Antwort Nein, bei den anderen Konstellationen Ja. Die USPA formuliert die Kernregel als zwei Fälle: Landen beider Schirme oder Abtrennen [1]. Wer die Frage vor dem Handgriff stellt, entscheidet in der richtigen Reihenfolge (Praxiserfahrung).
Haupt- und Reserveschirm sind gleichzeitig geöffnet. Die USPA unterscheidet vier Fälle: Biplane, Side-by-Side, Verwicklung von Haupt- und Reserveschirm und Downplane [1]. Die richtige Reaktion hängt vom Fall ab.
Nein. Nach USPA landest du bei Biplane, Side-by-Side und Verwicklung beide Schirme. Nur beim Downplane trennst du dich vom Hauptschirm, unabhängig von der Höhe [1]. Das übst du im Training.
Die USPA nennt: ein Automatik-Öffner löst aus, weil du nicht in der geplanten Höhe gezogen hast, oder du ziehst die Reserve unterhalb von 1.000 ft, ohne dich abzutrennen [2].
Dazu gibt es in den gelesenen Quellen keine belastbare Zahl. Die USPA nennt sie unter den „unusual malfunctions“, also ungewöhnlichen Fehlfunktionen [1].
Skydiving: Das Skydiving-ABC – alle Fachbegriffe erklärt — [object Object]