Kleiderschwimmen lernen: ruhig in Kleidung schwimmen und im Wasser entkleiden. Prüfungsanforderungen von Bronze bis Gold, Kälte und Sicherheit im Überblick.
Kleiderschwimmen heißt: Du schwimmst in normaler Kleidung eine Strecke und ziehst sie anschließend im tiefen Wasser aus. Die ehrliche Antwort auf „Wozu soll ich das können?": Weil ein ungewollter Sturz ins kalte Wasser oft angezogen passiert, nicht im Badeanzug [2]. Wer einmal erlebt hat, wie schwer nasse Kleidung zieht, wird ruhiger, wenn es ernst wird.
Eine Studie mit zehn jungen Männern in 12 °C kaltem Wasser zeigt, wie stark Kleidung bremst. Angezogen schwammen sie im Schnitt 815 m in 39 Minuten, im Badeanzug 1264 m in 52 Minuten, bei ähnlichem Sauerstoffverbrauch: Kleidung machte sie also weniger effizient. Der Nachteil der Kleidung war größer als ihr Wärmenutzen [2]. 815 m sind rund 33 Bahnen à 25 m, im Badeanzug waren es etwa 50. Und: Schwimmen kann in 12 °C eine mögliche Selbstrettung sein, solange man schwimmen kann [2].
Der Skill taucht in den Prüfungen der DLRG auf: 100 m in Kleidung beim Rettungsschwimmer Bronze, 300 m bei Silber und Gold [1].
Rechne ehrlich: Mit Wassertreten und Brustschwimmen im Rücken bringst du die Grundlagen mit. Das ruhige Entkleiden im Wasser braucht meist mehrere Einheiten (Erfahrungswert, kein Studienwert).
Zieh Hemd und lange Hose über die Badebekleidung an und geh in brusttiefes Wasser. Beweg dich, geh, dreh dich, tauche kurz unter. Spüre, wie schwer nasse Kleidung wird. Meilenstein: Du bleibst ruhig und atmest gleichmäßig.
Schwimm 25 m ruhig Brust. Nasse Kleidung bremst, du brauchst mehr Zug und weniger Hektik. Die Prüfungszeiten helfen als Anker: 100 m in höchstens 4 Minuten bei Bronze, das ist rund eine Minute pro 25-m-Bahn [1]. Meilenstein: 100 m in Kleidung in ruhigem Tempo.
Der Juniorretter muss nach dem Sprung ins Wasser 4 Minuten in Rückenlage mit Paddelbewegungen schweben und danach 6 Minuten langsam schwimmen, dabei mindestens viermal die Körperlage wechseln [1]. Das trainiert, dass du dich in Kleidung erholen kannst. Meilenstein: 4 Minuten Rückenlage mit Paddeln, ohne zu sinken.
Jetzt kommt das Entkleiden im tiefen Wasser. Festhalten am Beckenrand oder andere Hilfen sind nicht gestattet, und verlierst du ein Kleidungsstück, musst du es durch Tauchen wiederholen [1]. Löse zuerst Verschlüsse und Schuhe, dann Hose und Jacke. Die Reihenfolge ist Praxiserfahrung. Halte dich dabei mit lockeren Beinbewegungen oder Paddeln über Wasser. Meilenstein: Du ziehst Jacke und Hose im tiefen Wasser aus, ohne Panik und ohne Festhalten.
Schwimm die geforderte Strecke und zieh dich anschließend im Wasser aus. Die Zeiten werden strenger: 300 m in höchstens 12 Minuten bei Silber, 300 m in höchstens 9 Minuten bei Gold [1]. Neun Minuten für 300 m sind 45 Sekunden pro 25-m-Bahn. Meilenstein: Die geforderte Strecke in Kleidung, danach Entkleiden ohne Pause.
Übe das Entkleiden zuerst im brusttiefen Wasser mit Standmöglichkeit und gehe dann Stück für Stück tiefer. Wer das Gefühl für „Verschluss, Zug, Ausstieg" im Stehen verinnerlicht hat, hat im Tiefen weniger Stress. Das ist Praxiserfahrung, keine Studienaussage.
Beim Rettungsschwimmer Bronze 100 m in höchstens 4 Minuten, bei Silber 300 m in höchstens 12 Minuten und bei Gold 300 m in höchstens 9 Minuten, jeweils mit anschließendem Entkleiden im Wasser [1].
Ja. In 12 °C kaltem Wasser schwammen junge Männer angezogen 815 m, im Badeanzug 1264 m, bei ähnlichem Sauerstoffverbrauch [2].
Das hängt vom Ort, der Kälte und der Hilfe ab. Die Studie hält Schwimmen als Selbstrettung in 12 °C für möglich, empfiehlt aber weitere Tests [2]. Entscheide nie allein aus diesem Guide.
Meist mehrere Übungseinheiten (Erfahrungswert, keine Studienzahl). Wichtig ist, dass du beim Üben Aufsicht hast.
Schleppen: Rettungsschleppgriffe im Rückengleichschlag — [object Object]