Schleppen lernen wie in der DLRG-Prüfung: Achsel-, Kopf- und Fesselschleppgriff, Rückengleichschlag, 25 bis 50 Meter. Aufbau, Fehler und Sicherheit.
Schleppen heißt: Du transportierst eine zweite Person in Rückenlage über eine Strecke, mit dem Gesicht über Wasser. Die ehrliche Antwort auf „Kann ich damit jemanden retten?": Erst nach einer Ausbildung mit Ausbilder, und auch dann ist Schwimmen oft nicht das erste Mittel. Dieser Guide zeigt dir den Übungsaufbau unter Aufsicht, nicht den Einsatz im Ernstfall.
Die Prüfungsordnung der DLRG legt die Messlatte fest. Der Juniorretter (ab 10 Jahren, mit Schwimmabzeichen Gold) muss 25 m mit dem Achselschleppgriff schleppen. Beim Rettungsschwimmer Bronze (ab 12) sind es 50 m, je eine Hälfte mit Kopf- oder Achselschleppgriff und dem Standard-Fesselschleppgriff. Bei Silber (ab 14) schleppst du 50 m in höchstens 4 Minuten, beide Partner in Kleidung [1]. 50 m sind zwei Bahnen im Standardbecken.
Wichtig sind die Regeln der Prüfung: Es gelten nur die im DLRG-Lehrmaterial beschriebenen Griffe, andere sind nicht gestattet. Beim Schleppen muss das Gesicht des Geschleppten über Wasser sein, und der Geschleppte darf nicht mithelfen [1].
Rechne ehrlich: Die Kraft für 25 m schaffst du oft nach wenigen Einheiten. Sicher und ruhig mit allen Griffen dauert meist mehrere Wochen (Erfahrungswert, kein Studienwert).
Schwimm 50 m Rückengleichschlag. Die Arme enden in der Gleitphase wieder in der Hochhalte, die Beine arbeiten symmetrisch [2]. Meilenstein: 50 m ruhig, ohne Pause, mit stabiler Rückenlage.
Dein Partner liegt entspannt auf dem Rücken, passiv, und lässt sich tragen. Du schwimmst neben ihm und gewöhnst dich an das Gewicht. Meilenstein: Du kannst 10 m neben dem Partner schwimmen, ohne dass er sinkt.
Du greifst von hinten unter die Achseln des Partners und ziehst ihn in flacher Rückenlage. Dein Rückengleichschlag treibt euch beide voran. Das Gesicht des Partners bleibt über Wasser [1]. Meilenstein: 25 m wie beim Juniorretter [1].
Du hältst den Kopf des Partners von beiden Seiten und schleppst ihn in Rückenlage. Auch hier bleibt das Gesicht über Wasser [1]. Meilenstein: 25 m ohne dass der Partner untertaucht.
Für Bronze brauchst du zusätzlich den Fesselschleppgriff. Du lernst ihn im Kurs mit deiner Ausbilderin, weil nur die gelehrten Griffe zugelassen sind [1]. Meilenstein: 25 m mit Fesselschleppgriff, sauber und ruhig.
Verbinde jetzt zwei Griffe: eine Hälfte Kopf- oder Achselschleppgriff, die andere mit dem Fesselschleppgriff. Für Silber werden es 50 m in höchstens 4 Minuten, beide in Kleidung [1]. Vier Minuten für 50 m sind zwei Minuten pro Bahn, also kein Sprint. Meilenstein: 50 m in 4 Minuten, ohne Pause und ohne Hilfe des Partners.
Wenn Flossen erlaubt sind, nimm beim Schleppen den Kraulbeinschlag, nicht den Delfinkick. In einem Versuch mit 16 Rettungsschwimmern war das Schleppen mit Flossen im Kraulbeinschlag (47,1 s auf 50 m) deutlich schneller als im Delfinkick (52,8 s), obwohl der Anschwimmweg gleich lang dauerte [3]. Der Kraulkick ist leichter zu kontrollieren, und die Autoren schließen daraus, dass der Delfinkick beim Schleppen die schwierigere Fertigkeit ist. Wer schleppen lernt, gewinnt mit einem einfachen, sicheren Beinschlag mehr als mit einem eleganten.
Beim Juniorretter 25 m mit Achselschleppgriff, beim Rettungsschwimmer Bronze 50 m mit zwei Griffen, bei Silber 50 m in höchstens 4 Minuten, beide in Kleidung [1].
Nur die im DLRG-Lehrmaterial beschriebenen: Kopf-, Achsel- und Fesselschleppgriff. Andere Griffe sind nicht gestattet [1].
Nein. Der Geschleppte darf nicht mithelfen und sein Gesicht muss über Wasser sein [1].
Er ist symmetrisch und ökonomisch, die Rückenlage bleibt flach, und der kräftige Beinschlag trägt auch unter Last [2].
Streckentauchen: 10 bis 25 Meter unter Wasser, sicher aufgebaut — [object Object]