Das Ruderboot auf der Stelle drehen: Wende Schritt für Schritt mit Rückwärts- und Vorwärtsseite, Strömung, typischen Fehlern und Sicherheit auf dem Wasser.
Bei der Wende drehst du das Boot auf der Stelle: Du ruderst zuerst auf einer Seite rückwärts und führst dabei das andere Blatt beim Vorrollen über dem Wasser mit. Dann ruderst du mit diesem Blatt aus der Auslage vorwärts, während das zuerst benutzte über Wasser mitgeführt wird [1]. Im Mannschaftsboot sagt der Steuermann das an: „Wende über Backbord (Steuerbord) – los!" [1].
Die ehrliche Antwort darauf, warum Einsteiger damit fremdeln: Die Wende klingt einfach, verlangt aber alles auf einmal — Rückwärtsrudern, Blätter flach, Rollsitz-Rhythmus und einen Blick fürs Wasser. Und sie findet oft dort statt, wo es eng ist: am Steg, in der Kurve, zwischen anderen Booten.
Das ist der Sicherheitspunkt. Der britische Ruderverband nennt Kollisionen als häufigen Grund für Kenterungen und rät zu guter Umschau und zum Einhalten der Fahrordnung [4]. Dazu kommt: Auch senkrecht im Wasser stehende Blätter führen zu Kenterungen [4]. Eine saubere Wende ist deshalb weniger ein Trick als ein Test deiner Boots- und Blattkontrolle. Dieser Guide gilt für das Boot, nicht für das Ergometer — dort gibt es nichts zu wenden.
Vor der Wende schaust du dir Wasser und Verkehr an. Auf Flüssen mit Strömung gilt in einer Prüfungsfrage des Deutschen Ruderverbands: Wer stromauf fährt und stromab zurück will, bringt den Bug in die Strömung, damit die Wende die Strömung nutzt [3].
Meilenstein (Praxis-Standard): Du kannst in einem Satz sagen, wohin Wind, Strömung und Verkehr dich drücken.
Das Boot muss fast stehen. Mit „Ruder – halt!" beendest du den Schlag: Der Befehl kommt am Ende des Durchzugs, die abgedrehten Blätter werden bugwärts geführt, bis die Ruder senkrecht zum Boot stehen [1]. Mit „Blätter – ab!" legst du sie flach aufs Wasser [1].
Meilenstein: Das Boot steht nahezu, beide Blätter liegen flach.
Die Ankündigung der Wende ist dieselbe wie beim Rückwärtsrudern: Innenhebel zum Körper, Blatt flach auf dem Wasser [1].
Meilenstein: Du sitzt in der Auslage mit beiden flachen Blättern und kannst jederzeit anfangen.
Auf der genannten Seite ruderst du zuerst rückwärts, das andere Ruder führst du beim Vorrollen über Wasser mit [1]. Klein anfangen, kurze Schläge.
Meilenstein: Das Boot beginnt sich zu drehen, ohne dass das Blatt der anderen Seite das Wasser berührt.
Mit dem anderen Ruder ruderst du aus der Auslage vorwärts, das zuerst benutzte führst du über Wasser mit [1]. So arbeiten beide Seiten gegeneinander und das Boot dreht auf der Stelle.
Meilenstein: Nach einigen Wechselschlägen zeigt der Bug sichtbar in eine neue Richtung.
Ist die Richtung erreicht, ruderst du normal weiter — im Mannschaftsboot mit „Alles vorwärts – los!" [1]. Blätter flach, ruhig bleiben.
Meilenstein: Du drehst um und ruderst danach geradeaus weiter.
Eine Wende bringt dich dort in Gefahr, wo es eng ist. Wenn du ins Wasser fällst, gilt die Reihenfolge aus dem Alarm des britischen Verbandes: Kopf über Wasser, ruhig bleiben, Atmung kontrollieren, beim Boot bleiben [4]. Der Kälteschock mit unkontrollierten Atemzügen setzt innerhalb von Sekunden ein, noch bevor der Körper auskühlt [6]. Schwimmversagen folgt, weil die Muskeln auskühlen, schon bei fast normaler Körpertemperatur [6].
Bleib beim Boot, es hält dich über Wasser und macht dich sichtbarer [5]. Das Ufer ist immer weiter weg, als du denkst [5]. Kenterungen und Wasser-Training lernst du am besten in einem Kurs mit Aufsicht.
Dieser Guide erklärt und motiviert, er ersetzt kein betreutes Training und keinen Trainer.
Auf einem Fluss mit Strömung entscheidet die Lage des Bugs: Wer stromauf fährt und stromab zurück will, bringt den Bug in die Strömung, damit die Wende die Strömung nutzt — so lautet die Lösung einer DRV-Prüfungsfrage zu genau diesem Fall [3]. Lies zuerst das Wasser, dann dreh. Probiere es erst bei schwacher Strömung und mit Begleitung.
Du ruderst zuerst auf einer Seite rückwärts und führst das andere Blatt beim Vorrollen über Wasser mit. Danach ruderst du mit dem anderen Blatt aus der Auslage vorwärts, das erste wird über Wasser mitgeführt [1]. Das Prinzip ist im Einer dasselbe wie im Mannschaftsboot.
Die genannte Seite rudert zuerst rückwärts [1]. Der Steuermann kündigt an („Wende über Backbord – los!"), die Crew nimmt die Rückwärts-Haltung ein, mit „los" geht es los [1].
Ankündigung ist wie beim Rückwärtsrudern: Innenhebel am Körper, Blatt flach auf dem Wasser. Dann folgt die Ausführung [1]. Dazwischen soll eine kurze Pause liegen, damit die Crew die Stellung einnehmen kann [1].
Nach einer DRV-Prüfungsfrage bringst du den Bug in die Strömung, damit die Wende die Strömung nutzt [3].
Nein. Die Wende ist ein Bootsmanöver. Am Ergometer gibt es keine Richtung, keine Strömung und keine Blätter, die du mitführen musst.
Auslage beim Rudern: Vorderste Position mit senkrechten Schienbeinen — [object Object]