Full Up im Cheerleading: Drehung nach Level, Spotter und Zählregeln

Full Up im Cheerleading: volle Schraube beim Hochgehen in den Stunt. Wie viel Drehung pro Level erlaubt ist, wie gezählt wird, welche Spotter gelten.

Sportart: Cheerleading · Level: Profi

Einleitung

Ein Full Up ist ein Stunt-Einstieg mit einer vollen Schraube: Die Flyerin dreht beim Hochgehen 360 Grad um die Längsachse und steht danach im Stunt. Das Regelwerk nennt eine 360-Grad-Drehung „Full“ [3]. Es ist keine eigenständige Zirkusnummer, sondern ein Meilenstein in einer Kette, die über Viertel- und Halbdrehung zur vollen Schraube führt.

Die ehrliche Antwort auf „Wie viel Drehung darf ich wann?“: Die Regelwerke staffeln das genau. Im ICU-Level Novice ist bis zu einer Vierteldrehung erlaubt, im Level Intermediate bis zu einer halben [1]. Im Level Median ist eine ganze Drehung erlaubt, aber nur, wenn der Stunt auf Prep-Level oder darunter beginnt und endet; ein Full Up in eine Extension ist dort ausdrücklich verboten [1][2]. Erst im Level Advanced (CCVD-Level 4) darf eine Drehung von mehr als einer halben bis zu einer ganzen Schraube auf Extended-Höhe landen, aber nur in einem zweibeinigen Stunt, einer Platform-Position oder einer Liberty [1][2]. Bei All-Star (USASF) ist der Full Up in eine zweibeinige Extension schon im Level 3 erlaubt, in einen einbeinigen Extended-Stunt mit bis zu einer Schraube im Level 4 [3].

Warum so streng? Weil Stunts der gefährlichste Bereich sind: In einer US-Studie machten sie 60 % aller Verletzungen und 96 % der Gehirnerschütterungen aus [5]. Dieser Guide erklärt Regeln, Zählweise und Voraussetzungen; Aufbau und Hilfestellung gehören ausschließlich zu einem qualifizierten Trainer. Wie lange der Weg zum Full Up dauert, hängt vom Team ab und lässt sich nicht seriös in Wochen versprechen.

Was du brauchst

Schritt für Schritt

1. Voraussetzungen klären

Extension und Half Up sind ruhig, wiederholbar und gespottet. Meilenstein: fünf Half Ups in Folge ohne Korrektur des Trainers (Praxis-Wert).

2. Die Drehung am Boden verstehen

Die Flyerin übt am Boden gerade Sprünge mit voller Drehung und stabile Landung, Blick auf einen festen Punkt. Meilenstein: zehn saubere Drehsprünge ohne Gleichgewichtsverlust.

3. Viertel- und Halbdrehung im Stunt

Die Regelwerke staffeln die Drehung nach Level: Viertel (Novice), halb (Intermediate) [1]. Dein Trainer baut die Drehung in diesen Stufen auf. Meilenstein: Der Trainer bestätigt jede Stufe, bevor die nächste folgt.

4. Full Up bis auf Prep-Level

Im Level Median ist die ganze Drehung auf Prep-Level erlaubt [1][2]. Aufbau, Dip-Timing und Spotterpositionen bestimmt dein Trainer. Meilenstein: fünf gespottete Full Ups auf Prep-Level ohne Korrektur.

5. Full Up in die Extension

Erst im Level Advanced beziehungsweise CCVD-Level 4 (bei USASF zweibeinig schon im Level 3) und nur in einen zweibeinigen Stunt, eine Platform-Position oder eine Liberty [1][2][3]. Meilenstein: Freigabe durch den Trainer, nicht durch dich.

6. Die Zählregeln kennen

Gezählt wird die Gesamtdrehung der Hüfte der Flyerin in Bezug auf den Boden; eine zusätzliche Drehung der Bases in derselben Abfolge zählt mit. Hat der Stunt klar angehalten und steht die Top still, dürfen die Bases den Stunt zusätzlich weiterdrehen; eine neue Drehabfolge beginnt mit einem neuen Dip oder einem Richtungswechsel der Drehung [1][3]. Meilenstein: Deine Choreografie hält die Zählregeln ein.

Häufige Fehler

Sicherheitshinweise

Dieser Guide erklärt und motiviert, ersetzt aber kein betreutes Training. Der Full Up gehört nur mit Trainer, Spottern und Matte ins Training.

Pro-Tipp

Zähle die Drehung auf Video. Pausiere am Ende der Drehung und prüfe: Wo stehen die Hüften im Verhältnis zum Boden? Wenn nur Schultern und Gesicht „fertig“ sind, ist die Drehung noch nicht vollständig, und die Jury misst an der Hüfte [1]. Das ist Coaching-Erfahrung, keine Studie.

FAQ

Was ist ein Full Up im Cheerleading?

Ein Stunt-Einstieg mit einer vollen Schraube: Die Flyerin dreht beim Hochgehen 360 Grad um die Längsachse und steht danach im Stunt [3]. Er ist die nächste Stufe nach dem Half Up und baut auf einer stabilen Extension auf. Wer ihn zu früh versucht, riskiert Stürze; die Fallhöhen reichten in einer US-Studie bis 3,35 m [8].

Ab welchem Level ist der Full Up erlaubt?

Im ICU-Level Median bis zu einer ganzen Drehung, aber nur auf Prep-Level oder darunter; im Level Advanced (CCVD-Level 4) auch in die Extension, dort aber nur in einen zweibeinigen Stunt, eine Platform oder eine Liberty [1][2]. Bei USASF ist der Full Up in eine zweibeinige Extension schon im Level 3 erlaubt [3].

Wie wird die Drehung beim Stunt gezählt?

Die Gesamtdrehung der Hüfte der Flyerin im Verhältnis zum Boden zählt; eine zusätzliche Drehung der Bases in derselben Abfolge wird addiert. Zeigen die Beteiligten einen klaren Halt mit stillstehender Top, dürfen die Bases den Stunt zusätzlich weiterdrehen; eine neue Drehabfolge beginnt mit einem neuen Dip oder Richtungswechsel [1][3].

Darf ich aus dem Full Up direkt in einen Heel Stretch gehen?

Nein. Auf Extended-Höhe darf ein Full Up nur in einem zweibeinigen Stunt, einer Platform-Position oder einer Liberty landen; ein Full Up direkt in einen Extended Heel Stretch ist ausdrücklich verboten [1][2]. Das Regelwerk will, dass ihr die Position erst sichtbar haltet.

Schritt für Schritt

  1. Voraussetzungen klären: Extension und Half Up ruhig, wiederholbar, gespottet. Meilenstein: fünf Half Ups ohne Korrektur (Praxis-Wert).
  2. Drehung am Boden verstehen: Drehsprünge mit stabiler Landung. Meilenstein: zehn saubere Drehsprünge.
  3. Viertel- und Halbdrehung: Nach Levelstaffel aufbauen: ¼ Novice, ½ Intermediate. Meilenstein: Trainer bestätigt jede Stufe.
  4. Full Up bis Prep-Level: Level Median: ganze Drehung bis Prep. Meilenstein: fünf gespottete Full Ups ohne Korrektur.
  5. Full Up in die Extension: Level Advanced/CCVD 4, nur in zweibeinigen Stunt, Platform oder Liberty. Meilenstein: Freigabe durch den Trainer.
  6. Zählregeln kennen: Hüftdrehung gesamt zählt; Drehung der Bases zählt mit; Video prüfen.

Key Takeaways

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