Der Lift holt den Ball aus dem Vorderfeld hoch und tief ins Hinterfeld. So gewinnst du Zeit, wenn du unter Druck bist, und vermeidest flache Bälle.
Die ehrliche Antwort: Der Lift ist ein Unterhandschlag vom Netz, bei dem du den Ball hoch und tief in das Hinterfeld deines Gegners spielst. Er ist dein wichtigster Rettungsschlag, wenn der Ball nah am Netz ist und du gerade nicht angreifen kannst. Er verschafft dir Zeit, um zurück in die Mitte zu kommen.
Ehrlich gesagt ist der Lift selten ein spektakulärer Schlag. Aber er entscheidet oft, ob dein Gegner einen leichten Punkt macht: Ein flacher Lift ist eine Einladung zum Smash, ein hoher und tiefer Lift zwingt den Gegner, aus dem Rücken zu spielen. Der Lift ist kein Defensivschlag aus Schwäche, sondern ein bewusst gewählter Schlag, der dir die Kontrolle zurückgibt.
Zum Lift selbst gibt es kaum Studien. Belegt ist, dass der Ausfallschritt am Netz, aus dem du ihn meist spielst, eine der häufigsten Bewegungen im Einzel ist (ca. 15 % aller Bewegungen) [1] und das Knie stark belastet [2]. Alles ohne [n] ist Trainerpraxis.
Laufe aus dem Split-Step mit dem Schlägerbein ans Netz. Der Schlagarm ist lang nach vorn gestreckt, der Schläger geht unter den Ball. Das ist derselbe Weg wie beim Netzdrop, nur die Schlägerführung ändert sich. Mit dem Lift gehst du von unten, nicht von der Seite.
Meilenstein: Du erreichst den Ball, ohne dass er unter dem Schläger durchfällt.
Die Schlägerfläche zeigt nach oben. Je offener sie ist, desto steiler fliegt der Ball. Halte den Griff locker, damit das Handgelenk arbeitet.
Schwinge den Schläger in einem Bogen nach oben und hinten. Die Kraft kommt aus dem Unterarm und Handgelenk, nicht aus der Schulter. Mit dem Rückweg des Ausfallschritts bringst du Tempo. Eine Laborstudie mit neun Spielern zeigte, dass ein ruhiger Schritt hinein („Step-in") beim Abdrücken weniger Muskelleistung verlangt als ein „Kick-Ausfallschritt" [1]. Wähle am Anfang den ruhigen Schritt.
Der Ball soll hoch aufsteigen und fast senkrecht im Hinterfeld fallen, in Höhe der Grundlinie. Lege ein Handtuch dorthin und zähle zehn Versuche. Wenn du unsicher bist, spiele lieber etwas zu hoch als zu flach.
Meilenstein: Sieben von zehn Bällen landen im hinteren Viertel.
Der Lift gibt dir Zeit, aber nur, wenn du sie nutzt. Drück dich sofort zurück und mach den nächsten Split-Step. Eine Studie mit 13 Experten fand, dass hohe körperliche Belastung die Blicksuche und die Vorhersagegenauigkeit verschlechtert [4]. Wer müde ist, muss also besonders früh zurückkehren und sich konzentrieren.
Der Lift lässt sich wie der Netzdrop vorbereiten: gleicher Ausfallschritt, gleiche Armstellung, erst im letzten Moment entscheidest du zwischen Drop und Lift. Das ist eine Schlussfolgerung aus Studien, in denen Experten Aufschläge an Arm und Schläger lasen [5]; für Netzschläge ist es nicht belegt, aber es kostet nichts, es zu üben.
Ein Unterhandschlag, mit dem du den Ball vom Netz hoch und tief ins Hinterfeld des Gegners spielst. Er verschafft dir Zeit zum Zurücklaufen und zwingt den Gegner nach hinten. Ein flacher Lift lädt dagegen zum Smash ein.
Wenn der Ball nah am Netz ist und du nicht angreifen kannst, etwa weil du zu tief getroffen hast. Er ist die sichere Alternative zum Netzdrop, wenn du unter Druck bist. Das ist Trainerpraxis.
Hoch genug, dass der Ball fast senkrecht im Hinterfeld fällt. Im Zweifel lieber zu hoch als zu flach. Ein zu flacher Lift wird zum Smash-Angebot. Ein Tipp: Lege ein Handtuch ans Ende und zähle, wie viele von zehn landen.
Lande weich, halte das Knie über der Fußspitze und steigere Tempo und Weite langsam. In einem dänischen Register ging 13 % der Kreuzbandrisse ein Ausfallschritt am Netz voraus [3]. Wärm dich auf und kräftige Beine und Hüfte.
Beide bringen den Ball hoch und tief ins Hinterfeld. Der Clear ist ein Überkopfschlag aus dem Hinterfeld, der Lift ein Unterhandschlag aus dem Vorderfeld vom Netz. Beim Lift bist du meist unter Druck und gewinnst Zeit, beim Clear spielst du oft aus einer besseren Position.
Kurzer Aufschlag im Badminton: Rückhand-Aufschlag für Doppel lernen — [object Object]