Der kurze Aufschlag ist der Standard im Doppel. So spielst du ihn flach knapp übers Netz, bleibst regelkonform und baust Genauigkeit mit Zählen auf.
Die ehrliche Antwort: Der kurze Aufschlag ist ein flacher, weicher Aufschlag, der knapp über die Netzkante fliegt und nah an der vorderen Aufschlaglinie landet. Im Doppel ist er der Standardaufschlag, weil dein Gegner dadurch nicht angreifen kann. Im Einzel spielen ihn ebenfalls viele, als Abwechslung zum hohen Aufschlag.
Er sieht einfach aus, ist aber eine echte Präzisionsaufgabe. Eine Studie mit acht Spielern ließ jeden zehn kurze und zehn lange Aufschläge auf ein Ein-Quadratmeter-Ziel spielen. Das Ergebnis: Der kurze Aufschlag landete deutlich genauer im Ziel als der lange, und die Spieler wurden bei den kurzen mit jeder Wiederholung besser [2]. Das heißt für dich: Hier lohnt Üben besonders.
Dazu kommen klare Regeln, die du von Anfang an kennen solltest, damit du später keine Aufschlagfehler produzierst. Alles ohne [n] ist Trainerpraxis.
Greife mit dem Daumen auf der breiten Seite des Griffs. Stelle den Schlägerfuß nah an die vordere Aufschlaglinie, die Knie leicht gebeugt, das Gewicht vorn. Beide Füße müssen bis zum Treffer am Boden bleiben und still stehen [1]. Berühre die Linie nicht.
Halte den Ball mit zwei Fingern an den Federn vor dir, unter Hüfthöhe. Der gesamte Ball muss im Treffmoment unter 1,15 m liegen [1]. Lass ihn los, ohne Drall zu geben [1].
Meilenstein: Zehn Mal loslassen, der Ball fällt gerade nach unten.
Nimm den Schläger nur wenige Zentimeter zurück. Der Handgelenkschlag bleibt locker. Dein Blick bleibt ruhig auf dem Zielbereich. Geübte Spieler hielten in einer Studie ihren Blick länger ruhig auf einem Punkt (die „Quiet Eye"-Phase), vor allem beim kurzen Doppelaufschlag [5].
Schiebe den Ball in einer flüssigen Vorwärtsbewegung über das Netz. Die Regel verlangt, dass sich der Schläger vom Beginn der Bewegung an durchgehend nach vorn bewegt, ohne Pause und ohne Zurückziehen [1]. Der Schläger trifft zuerst den Kork des Balls [1]. Der Ball soll knapp über der Netzkante fliegen, mit minimaler Höhe.
Meilenstein: Der Ball überquert die Netzkante mit höchstens einer Handbreit Abstand.
Spiele zehn Aufschläge auf ein Handtuch nah hinter der Netzkante und notiere die Treffer. Richte deinen Fokus aufs Ziel. Beim Lernen des kurzen Aufschlags wurden 60 Anfänger über fünf Tage mit Fokus auf dem Ziel oder dem ganzen Schlag genauer als mit Fokus auf Körperbewegungen [3].
Meilenstein: Sieben von zehn Aufschlägen landen im Zielbereich.
Der Trick der Profis: Bereite den kurzen und den langen Aufschlag mit der gleichen Bewegung vor und entscheide erst im letzten Moment. Das ist eine Schlussfolgerung aus Studien, in denen Experten Aufschläge an Schulter, Ellbogen, Handgelenk und Schläger ablasen [6]. Wer die Vorbereitung gleich hält, gibt wenig Hinweise. Probiere es zuerst im Training aus.
Greife den Schläger im Rückhandgriff, stelle den Schlägerfuß vorn auf, halte den Ball unter Hüfthöhe und schiebe ihn in einer flüssigen Bewegung knapp über die Netzkante. Der Ball muss im Treffmoment unter 1,15 m sein [1].
Meist schiebst du zu schwach oder triffst zu tief. Trifft er zu hoch, wird er geschmettert. Ziel ist knapp über der Netzkante. Zähle zehn Versuche, so lernst du den Mittelweg. Genauigkeit nimmt mit Wiederholungen zu [2].
Der gesamte Ball muss im Treffmoment unter 1,15 m über dem Boden sein [1]. Das liegt etwa auf Hüfthöhe. Zusätzlich müssen beide Füße am Boden bleiben und der Schläger muss sich durchgehend nach vorn bewegen [1].
Der kurze Aufschlag. Er verhindert, dass der Gegner angreift. Das ist Trainerpraxis. Im Einzel nutzen viele den hohen Aufschlag, aber auch hier gehört der kurze zum Repertoire.
Meist knapp hinter die vordere Aufschlaglinie, mit wechselnder Richtung: mal zur Mitte, mal zur Außenseite. Wichtig ist nicht das Ziel allein, sondern die Flughöhe knapp über der Netzkante. Das ist Trainerpraxis. Zähle auch hier zehn Versuche pro Zielzone.
Drop im Badminton: Der Überkopf-Schlag, der kurz hinter dem Netz fällt — [object Object]