Ins Gleiten kommen und in die Fußschlaufen steigen: erst der vordere, dann der hintere Fuß, Brett flach halten, bei wenig Wind anpumpen – plus Fehler-Fixes.
Wie kommst du beim Windsurfen ins Gleiten? Du fährst im Trapez auf einem leichten Raumwindkurs los, drehst den vorderen Fuß in Fahrtrichtung, belastest über Trapez und Vorlage den Mastfuß und setzt den vorderen Fuß in die vordere Schlaufe. Erst wenn das Gleiten damit stabil ist, folgt der hintere Fuß [1].
Die ehrliche Antwort zur Schwierigkeit: Das erste Gleiten fühlt sich an, als würde das Brett plötzlich losrennen – und genau dieser Moment macht süchtig. Er ist aber auch die Stelle, an der viele auf Wasser und Material fallen. Im VDWS-System kommt „frühes Angleiten und Fußschlaufen" deshalb erst in Stufe 5, nach Beachstart, Trapez und Kontrolle in Lee [2]. Auch die RYA beschreibt Fußschlaufen und Angleiten als Inhalt ihres Intermediate-Planing-Kurses [3].
Gleiten ist anstrengend: Bei olympischen Windsurfern stieg die Herzfrequenz beim Pumpen von 110 bis 122 auf 165 bis 172 Schläge pro Minute, und die Sauerstoffaufnahme ging von rund 16 bis 19 auf 40 bis 48 ml/kg/min hoch, mehr als das Doppelte. Die Autoren vergleichen Pumpen mit den meisten Ausdauersportarten [6]. Der Befund stammt von Leistungssportlern, er zeigt aber, was Anpumpen mit dir macht.
Fahre auf einem leichten Raumwindkurs im Trapez. Der Segelzug liegt in der Hüfte, die Arme sind fast gestreckt [1].
Meilenstein: Du fährst im Trapez stabil, ohne Rucken.
Drehe den vorderen Fuß in Fahrtrichtung und stelle ihn zwischen Mastfuß und vordere Schlaufe. Halte das Brett flach auf dem Wasser. Stehst du quer zur Fahrtrichtung, dreht sich die Hüfte zum Segel und die Abdrift steigt [1].
Der Mast ist dein drittes Bein. Über das Trapez und eine leichte Vorlage des Oberkörpers zum Bug belastest du den Mastfuß, hebst das mittlere Bein an und setzt den vorderen Fuß in die Schlaufe [1].
Bleib zunächst mit dem vorderen Fuß in der Schlaufe und gleite so. Erst wenn das stabil klappt, folgt der hintere Fuß [1]. Der hintere Fuß gehört auf die Längsachse des Bretts, nicht auf die Luvkante, sonst dreht das Brett zum Wind und verliert Speed [1].
Reicht das Material nicht, pumpst du das Brett an: - Warte auf eine kleine Böe, greife breit am Gabelbaum und hake aus. - Ziehe das Rigg kräftig zu dir und schiebe die Hüfte zur Gabel; die Kraft läuft über das vordere Bein aufs Brett. - Strecke die Arme und bring die Hüfte vom Segel weg, bevor der nächste Zug folgt.
Der Zug sollte etwas schneller und kräftiger sein als die Rückkehr. Setz den ganzen Körper ein statt nur die Arme [1].
Stell die Fußschlaufen vor dem Start einmal auf dem Brett an Land: Schlüpfe mit dem Fuß hinein, drehe dich zur Fahrtrichtung und prüfe, wie leicht der Fuß wieder herausgleitet. Wenn er klemmt, sind die Schlaufen zu eng. Lieber kurz nachschrauben als lange ein verdrehtes Sprunggelenk auskurieren.
Fahre im Trapez auf leichtem Raumwindkurs los, drehe den vorderen Fuß in Fahrtrichtung, belaste über Trapez und leichte Vorlage den Mastfuß und setze den vorderen Fuß in die Schlaufe. Danach folgt der hintere Fuß [1].
Ideal sind 12 bis 20 Knoten, mit einem großen Freeride-Brett und einem Segel ohne Camber. Bei weniger Wind hilft Material optimieren und Anpumpen [1].
Auf die innere Plugreihe nahe der Brettmitte, anfangs weit, damit der Fuß leicht rein- und rausrutscht. Schrauben per Hand festziehen, nicht mit dem Akkuschrauber [1].
Im VDWS-System steht „frühes Angleiten und Fußschlaufen" in Stufe 5, nach Beachstart und Trapez [2]. Die RYA nennt Fußschlaufen und Angleiten als Inhalt des Intermediate-Planing-Kurses [3].
Heli Tack beim Windsurfen: Wende ohne Seitenwechsel — [object Object]